Festkommers am 24.03.2001
Festgottesdienst am 25.03.2001
Sängerfest vom 25. bis 27.05.01

Festkommers am Sa. 24.03.2001
Da der Autor selbst nicht Anwesend sein konnte,
wird hier der Text des "BA" (Bergsträßer Anzeiger) vom 26.03.01 wiedergegeben. Fotos: H.-J. Fey

Von Freibier-Aktionen und dem "Chor der Glatzköpfe"

MGV Eintracht Gronau feiert mit viel Witz den 100. Geburtstag

Gronau. "Sie lachten und tranken und sangen, die Vorväter dieses Vereins blieben den Abend noch lange beisammen im Februar 1901."

Just jene Fröhlichkeit und Leichtigkeit ihrer Gründungsväter hat sich die Sängerfamilie des MGV Eintracht Gronau bis heute erhalten. Fröhlich und festlich, voller Witz und Leichtigkeit und selbstredend umrahmt von viel (hörenswerter!) Musik feierte sie mit ihren Gästen am Samstagabend ihr 100-jähriges Bestehen im überaus attraktiv dekorierten Gronauer Dorfgemeinschafts-
haus.


"Weihe des Gesangs"
Die "Weihe des Gesangs" aus Mozarts "Zauberflöte", festlich und erhebend vom MGV Eintracht Gronau unter der Leitung seines Dirigenten Herbert Weil vorgetragen und trefflich begleitet vom Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde Gronau-Zell, war so recht der passende Auftakt zu den Geburtstagsfeierlichkeiten.

Anekdoten aus der Chronik
Unter dem eigens für diesen Abend von Heinz Sänger und dem rührigen Dekoteam des MGV erstellten griechisch-klassischen Portal, das die verschwenderisch mit Blumen geschmückte Bühne zierte, wechselten Rede und Musikbeiträge in so lockerer Folge, dass dieser Abend tatsächlich zu einem Geburtstagsfest wurde - festlich und voller Witz zugleich. Dass die "Macher" sich dabei ganz offensichtlich dem Grundsatz "in der Kürze liegt die Würze" verschrieben hatten, ließ zudem den offiziellen Programmteil wie im Fluge vergehen.


1. Vors. Norbert Böhm (mit Fahnenschleife); Ehrendame Nina Pfarr

Da gab es nicht nur den Prolog der Ehrendame Nina Pfarr, die in (Helmut Jaegers) flotten Reimen auf hundert Jahre Liederklingen im Meerbachtal zurückblickte, sondern auch die überaus gelungene Festansprache, mit der Ortsvorsteher Peter Jenal und Schriftführer Helmut Jaeger in flottem Dialog voller Witz die "zehn mal zehn Jahre" des MGV Ein- tracht Revue passieren ließen. Köstliche Anekdoten wechselten
dabei mit nicht minder witzigen Auszügen aus den "Benimm-Regeln" des noch jungen Vereins zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts. Man erinnerte sich wehmütig einstiger Freibier- Aktionen, etwa zum Geburtstag des Großherzugs, ("Welcher Vorstand hat das nur abgeschafft?") und weniger wehmütig an inflationäre Zahlungsverpflichtungen in Höhe von 116 Billionen Mark.
Nicht unerwähnt blieb auch die Beständigkeit des Vereins, der selbst das "1000-jährige Reich" überstand - wenn auch mit zwölf Ruhejahren. Hatten die verordneten Trutzgesänge die aktive Sängerschar bis auf ein Minimum schmelzen lassen, so ging es 1949 mit neuem Mut und Frohsinn weiter - ganz in der (eingangs erwähnten) Tradition der Gründerväter.
Und nicht ohne Stolz gedachten die beiden Chronisten der langjährigen Dirigenten und Vorstände - sicherlich ebenso ein Zeichen der Beständigkeit wie auch dafür, dass es sich beim Jubiläumsverein immer gut aushalten ließ: trocken - im doppelten Wortsinn - ging es jedenfalls nie zu.


Chronisten:
Ortsvorsteher Peter Jenal und 1. Schriftführer Helmut Jaeger

Viel Lob und Dank ging dabei natürlich auch an die Adresse ehemaliger Vorsitzender, Dirigenten und "Macher", beispielsweise an Karl Jahreis, der den Verein vor und nach der zwölfjährigen Zwangspause sicher führte, oder Rudi Weiß, der 17 Jahre lang die Vorstandsbürde trug. Wie lange eine gute "Interimslösung" funktionieren kann, erlebten die Sänger mit ihrem Dirigenten Wolfgang Renn, der von 1974 bis 1990 bei der
Eintracht den Takt angab. Und von "Schnogges" Klaus Werner wünschten sich die Chronisten, dass er "bis ans Ende unserer Tage" Präsident des MGV-Elferrats bleiben möge.

Der "Chor der Glatzköpfe", ein "wunderschönes, aber völlig falsches" Wertungssingen, der feucht-fröhliche Transport des MGV-Klaviers mit der "Haaschlaaf" ins neu errichtete Dorfgemeinschaftshaus - die Anekdoten spiegelten wider, was diesen Verein so anziehend macht: es wird gefeiert und gelacht - auch über sich selbst.
So verwundert es nicht, dass die anfangs von Jenal gestellte Frage "Wie viel Zuhören kann den Gästen zugemutet werden?" von eben diesen am Ende des Vortrags durchaus mit "Noch mehr!" beantwortet worden wäre.
Ein ganz anderes Geburtstagsgeschenk steht übrigens noch aus: die Zelterplakette. Beim Hessentag in Dietzenbach dürfen die Sänger sie in Empfang nehmen.
Locker eingestreut in das Programm waren noch festliche musikalische Bonbons; so Webers "Frühlingsahnung" und Bortnjanskijs "Cherubinischer Lobgesang", mit denen das Geburtstagskind selbst und auch der befreundete


"Schnogges" (Klaus Werner)

Posaunenchor unter der Leitung von Gerald Pfeifer ihre Gäste so recht erfreuten.   
Posaunenchor der Evangelischen Kirchengemeinde Gronau-Zell

 

Doch auch nach dem bezaubernden "Es klingt ein Lied" und Schuberts "Im Abendrot" zum festlichen Ende des Abends war noch lange nicht Schluss.
Nach einer heftig eingeforderten und gerne bewilligten Zugabe verschwanden die Stuhlreihen wie von Zauberhand und beim anschließenden Empfang waren die Stehtische mit leiblicher Stärkung noch lange Mittelpunkt reger und beschwingter (keinesfalls jedoch trockener) Gespräche. Die von Helmut Jaeger ebenso sorgsam wie liebevoll zusammengestellte Chronik an den Wänden fand ebenfalls viele Liebhaber. Mit dem Festgottesdienst gestern Morgen in der evangelischen Kirche St. Anna, den der Jubelverein zusammen mit dem Posaunenchor und dem Organisten gestaltete, endete jedoch nur der erste, sehr gelungene Akt der Jubiläumsveranstaltung. Ende Mai steht dann das dreitägige Freundschaftssingen mit buntem Abend und musikalischem Frühschoppen auf dem Programm. Wer den MGV Eintracht Gronau kennt freut sich schon darauf.


die Festdamen:
Susanne Böhm, Anke Moh, Nina Pfarr, Mareike Siegloch, Susi Lies, Isabell Bickel, Daniela Katzenmaier

"Stimmgewaltig und einzigartig"
Grußworte zum Jubiläum des rührigen Gesangvereins

Gronau. Hatten die beiden Chronisten das große Engagement des MGV Eintracht Gronau im Leben der Dorfgemeinschaft und durch Sängerfreundschaften weit darüber hinaus nur marginal gestreift, so nutzten die Gäste bei ihren Glückwünschen nur zu gern die Möglichkeit, dem Geburtstagskind die Ehre zu erweisen, die ihm gebührt.
"Stets eine große Freude" sei jede Begegnung mit dem Jubiläumsverein der "stimmgewaltig in Bensheim einzig" sei, erklärte Schirmherr Bürgermeister Georg Stolle der auch die Glückwünsche des Magistrats und der Stadt überbrachte. Die "Kreismedaille in Gold" des Sängerkreises Bergstraße, die Glückwünsche des Hessischen Sängerbundes und des Deutschen Sängerbundes hatte der Vorsitzende des Sängerkreises Bergstraße Heinz Ritsert im Gepäck.


Schirmherr Georg Stolle


Heinz Ritsert


Egon Straub

"Was hier geboten wird, ist schon eine Spitzenleistung". würdigte auch Erster Kreisbei-
geordneter Egon Straub die stimmliche wie gesellschaftliche Leistung des MGV Eintracht und überreichte Glückwünsche und Urkunde der hessischen Ministerien für Kultur und Kunst Ruth Wagner.
Die Bundestagsabgeordneten Christine Lambrecht (SPD) und Dr. Michael Meister (CDU) würdigten diese Leistungen ebenso wie der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Bensheimer Chöre Ernst Gugenberger, Karl Mayer vom MGV 1894 Fehlheim, Hans Schuster vom MGV Harmonie Bensheim oder die beiden ehemaligen Eintracht-Dirigenten: Fred Sapper und Jürgen Schader.
Peter Voß, Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Gronau-Zell, Uwe Sänger vom Posaunenchor und schließlich noch einmal Peter Jenal, diesmal als "Abgesandter" der Gronauer Vereine, reihten sich ebenso in die Gratulantenschar ein wie Vertreter des Ortsbeirates Bensheim-Zell, der SKG Bensheim-Zell und des Vorstandes der Sparkasse Bensheim.


Ernst Gugenberger

Einig waren sich alle: die Gratulationen kamen von Herzen und waren stets mit einer ganz persönlichen Erinnerung an den rührigen Jubiläumsverein verbunden. Der gut gelaunte Vorsitzende Norbert Böhm und Rainer Maschke, der durch das Programm führte, nahmen die Glückwünsche (und die diskreten Kuverts, viele davon mit Gutscheinen für Chorliteratur) strahlend entgegen.

Festgottesdienst am So. 25.03.2001


MGV Eintracht Gronau und Posaunenchor der ev. Kirchengemeinde Gronau-Zell
vor dem Altar der St. Anna Kirche

 

Kranzniederlegung am Ehrenmal auf dem Friedhof in Gronau

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FotoSängerfest
(Freundschaftssingen)
vom 25. bis 27.05.01

Fotos: H.-J. Fey

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Rietenauer SAUND EXPRESS

Das Sängerfest begann eigentlich schon am Donnerstag, den 24.05.2001, mit einem Bunten Abend, zu dem der "Rietenauer Sound Express" recht kräftig einheizte.

Mit schwungvoller Unterhaltungsmusik, volkstümlichen Schlagern und dem original "Oberkrainersound" hatten die Rietenauer den passenden Sound für die Besucher.

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Rietenauer SAUND EXPRESS

Fotos von Gesangvereinen, die am Freitag, den 25.05.2001 mitwirkten:

GV Harmonie Fehlheim  

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Aufwind Gesanggruppe der ev. Kirchengemeinde Gronau-Zell 

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SKG Ober-Mumbach - Gesangabteilung   Foto

GV Sängerlust Lautern  

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GV Sängerkranz Zwingenberg  

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MGV Juliusstadt Wolfenbüttel  

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MGV Liederkranz Hambach  
(Männerchor)
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MGV Liederkranz Hambach  
(Frauenchor)
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GV Eintracht Einhausen   Foto

Ach ja! MGV Eintracht Gronau war ja auch dabei ;-)

Tenöre  

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Bässe  

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