Grune lacht zur Narrenzeit: Keine "großen Sprünge" dieses Jahr Sieben Chöre geben sich musikalisches Stelldichein
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Herrliche Tage in Belgien verbracht
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Fünf Gastchöre Sänger mit gut geölter Kehle
Krampfader-Geschwader
Sieben Chöre
Stimmgewaltiger Chor
Gegen die "Rosskur" hatte Gottschalk keine Chance
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Mitgliederversammlung Elferratsitzung
Großes Chorkonzert Chöre sorgen
für Hörgenuss
Musikalische
Naturbetrachtung Liederabend
des MGV Gronau Musikalischer Männerabend
Weihnachtsfeier mit
Ehrungen in Gronau
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Konzert: MGV Gronau hatte ins Dorfgemeinschaftshaus eingeladen
Gronau. Während es draußen in Strömen regnete, fand drinnen, im Dorfgemeinschaftshaus, das Frühlingserwachen statt. Auf Einladung des Männergesangvereins Gronau gaben sich sieben Chöre aus Bensheim, Heppenheim, Zwingenberg und Winterkasten ein musikalisches Stelldichein. Der Abend zeigte nicht zuletzt, wie vielseitig und facettenreich Chormusik ist.
Die Schönheit der Natur und die romantische Sicht auf die Liebe waren nur ein Aspekt. Neben den Klassikern kamen unterschiedliche Genres zu Wort, darunter Gospel, Country- und Westernmusik oder Pop. Harmoniebetonte, traditionelle Melodieläufe standen neben witzig-ironischen, modernen Interpretationen. Das Publikum war von dem dreistündigen musikalischen Reigen begeistert.
Der erste Vorsitzende des Gastgebers, Männergesangverein Eintracht Gronau, Norbert Böhm, begrüßte die Zuhörer: "Ich bin froh, dass jeder einen Platz gefunden hat", meinte er angesichts des großen Andrangs erleichtert. Anschließend übernahm MGV-Vizedirigent Rainer Maschke die Moderation. Seine Überleitungen garnierte er mit Frühlingsgedichten, humorvollen Versen und kurzen Ausflügen in die Geschichte der Städte und Stadtteile, aus denen die vortragenden Chöre stammten.
Den Anfang machte der MGV Gronau. Souverän trugen die rund 35 Stimmen Lieder wie "Grüß Gott mit hellem Klang" oder "Salve Regina" vor. Der Chor unter der Leitung von Diplomkapellmeister Herbert Weil ist bei leisen, zarten Melodien ebenso ausdrucksstark wie in dynamischen, temporeichen Passagen. Einzelstimmen und mehrstimmiger Gesang werden präzise zu einem vielschichtigen Klanggemälde verwoben.
Abrupte Tempi- und Laut-Leise-Wechsel, sehr sicher intoniert, sorgen zusätzlich für Dramatik und Spannung. Das russische Volkslied "Kalinka" löste zum Abschluss des Konzerts geradezu einen Begeisterungssturm aus.
Der Frauenchor Reichenbach (Dirigent: Ivan Mladenov) ist in vielen Genres und Sprachen zu Hause. Das heitere, locker-beschwingte "I fell pretty" aus Leonard Bernsteins "Westside Story" strahlte Zuversicht und Optimismus aus, zugleich vermittelte der Vortrag einen Eindruck von der Vielseitigkeit des Chors.
Der gemischte Chor Sängerkranz Zwingenberg kontrastierte eine Brahms-Interpretation mit dem mundartlichen "Hearst as net", das scheinbar leicht und gefällig daherkommt, für die Sänger jedoch einige Hindernisse bereit hält. Die Damen und Herren bewältigten die Klippen sicher und routiniert.
Die 14 jungen Sängerinnen der "New Harmonists" Heppenheim (Dirigent: Tobias Friedhof) brillierten mit Kostproben moderner Musik, zum Beispiel "I have a dream" von Abba, "Have a nice day" von Bon Jovi oder Gospelsongs. Frauen aller Altersgruppen und Stimmlagen sind in dem Chor vertreten.
Der gemischte Chor der Harmonie Heppenheim verbindet Tradition mit Moderne. Bei dem Lied "Jubilate" akzentuierte er sehr schön den Kontrast zwischen den ruhig-besinnlichen Tonläufen auf der einen und den aufbrausend-temperamentvollen Passagen auf der anderen Seite. Im zweiten Teil seines Vortrags glänzte der Gesangverein mit Gospels wie "Oh happy day".
Der Männerchor der Harmonie Bensheim zeigte den Weg zurück zu zeitlos schönen Liedern mit Texten aus dem Umkreis der Romantik, darunter Goethes Gedicht "Sah ein Knab' ein Röslein stehen".
Der Männergesangverein Liederkranz Winterkasten präsentierte unter anderem die tragische Geschichte des mutmaßlichen Frauenmörders "Tom Dooley". Der Folksong mit Country-und-Western-Feeling - Wolf Bohländer spielte dazu auf der Gitarre - brachte trotz des tragischen Liedtextes eine fröhliche Stimmung ins Dorfgemeinschaftshaus.
Ähnlich beim Handwerkerlied, bei dem die Sänger die Arbeit des Schmieds und das anschließende Trinkgelage nicht nur besangen, sondern auch darstellten: Neben dem Akkordeon sorgte vorsichtiges, aber gut vernehmbares Gehämmer für die nötige Begleitmusik.
Auch dieser Chor begeisterte die Zuhörer so sehr, dass er um eine Zugabe nicht herum kam. Mit "Nehmen's an Alten" von Otto Reutter kam pure Ironie zum Zug.
Alles in allem war es ein rundum gelungener Abend, an dem die Zuhörer ihre helle Freude hatten. Rainer Maschke brachte es auf folgenden Punkt: Er wies darauf hin, wie wichtig das Singen ist - es fördere unter anderem das Glücksgefühl. Was sich an diesem Abend nicht zuletzt an der hervorragenden Stimmung im Saal ablesen ließ. moni
Bergsträßer Anzeiger
20. April 2009
Grune lacht zur Narrenzeit: Schnaps statt Orden kam auch gut an / Bunte Mischung aus Büttenreden und Tanzdarbietungen
Gronau. Sitzfleisch brauchte schon, wer am Wochenende zur Fastnachtssitzung ging. Doch was der MGV Eintracht Gronau seinem Publikum unter dem Motto "Grune lacht zur Narrenzeit" in gut vier Stunden präsentierte, war den Weg sicher wert. Mit einer abwechslungsreichen Mischung aus Büttenreden und Tanzdarbietungen wurden alle Narren bestens unterhalten.
Pünktlich um 19.31 Uhr zog der Elferrat mit Sitzungspräsident Thorsten Hofmann ins Dorfgemeinschaftshaus ein. Zum Auftakt musste ein kleines Missgeschick eingestanden werden. Da sich die üblichen Fastnachtsorden noch auf dem Postweg befänden (jaja...), würde in diesem Jahr allen Vortragenden ein Fläschchen Schnaps als Anerkennung verliehen. Wie sich im Verlauf des Abends zeigen sollte, nahmen alle Mitwirkenden diese Änderung durchaus positiv auf.
Protokollantin Gabi Schmunkamp ließ in ihrem Vortrag das vergangene Jahr Revue passieren. Die Verursacher der Finanzkrise bekamen dabei ebenso ihr Fett weg wie die lokalen Verwaltungsbehörden (Stichworte: Citymanager, Güterbahnhof, Abfuhrkalender der ZAKB).
In einem umjubelten Auftritt kamen die Meerbachkids als nicht nur sieben, sondern sogar acht Zwerge auf die Bühne und zeigten ihre Choreographie zu Otto Waalkes' Zwergenlied. Ohne eine Zugabe ließ das Publikum die Zwerge natürlich nicht zurück auf die Plätze. Pascal Richter wusste von seiner Azubi-Odyssee zu berichten. Doch wohin auch immer es ihn verschlug, nirgends konnte Mamas Leitsatz "Da lernste was, dass du gescheit wirst" wirklich umgesetzt werden.
Der Stepp-Nachwuchs der SG Gronau begeisterte die Zuschauer mit einer Darbietung zu Musik aus dem Mamma-Mia-Musical. Auch diese Gruppe kam nicht ohne Zugabe von der Bühne.
Im ersten Zwiegespräch des Abends stellten die "Sachsenschnecke und der langsame Schreiner" (Heidi Haacke und Alexander Noll) den ehelichen Alltag nach 25 Jahren dar. Der ruhige Schreiner ist dem sächsischen Wirbelwind dabei kaum gewachsen. Er kann es seiner Frau einfach nicht Recht machen, so dass sie glücklich, er dagegen nur verheiratet ist. Was für Mainz die Hofsänger, sind für Gronau die Woinoase. Sie setzten sich mit den lokalen Problemen in Gronau auseinander, so etwa mit einer neuen Asphaltierung der Buckelpiste nach Gronau ("was wär' des schee").
Als Beamter erzählte Alexander Noll von seiner Arbeit bei der Stadt Bensheim. Doch in welchem Amt auch immer er beschäftigt ist, überall ist zu viel Hektik ("Isch konn's net vertrage, wenn mer mich hetzt"), sodass sein Schlaf doch empfindlich gestört würde.
Als "Augenschmaus" und "Lieblings-Leihgabe vom Dorf e bissje weiter unne" wurden die Pappets der SKG Zell angekündigt. Mit einem flotten Auftritt und einer tollen Choreographie begeisterten sie das Publikum und mussten selbstverständlich noch eine Zugabe tanzen.
Nachwuchsfastnachter Erik Franke sang in seinem Vortrag das Hohelied auf die Jugend und stellte mit Blick auf seine Eltern fest: "Langsam wer'n die Oalde oald".
Mit "Hannes und Schorsch" (Ralf Lautenschläger und Uwe Franke) kamen zwei Institutionen der Gronauer Fastnacht auf die Bühne.
Sie beleuchteten das Ortsgeschehen und wussten sowohl von einem "KiK-Rettungseinsatz" (Katze im Kamin) am Neujahrsmorgen als auch von einer Rinderflucht nach Zell ("Gleich und gleich gesellt sich gern...") samt großangelegter Suchaktion zu berichten.
Das Männerballett entführte das Publikum in die Alpen und hatte einen umjubelten Auftritt als "fesche Madl von der Hütten". Eine Zugabe war auch hier närrische Pflicht.
Im letzten Zwiegespräch des Abends tauschten "zwei Fitness-Tussis" (Christiane Fehr und Daniela Richter) den neuesten Tratsch beim Trainieren aus. Natürlich nicht, ohne sich gegenseitig die eine oder andere Spitze zuzuwerfen.
Zum Finale hatten schließlich die Meerbachboys Grune ihren großen Auftritt. Man muss sich das als Mini Playback Show vorstellen.
Dorthe Kollo, Roland Kaiser und Gottlieb Wendehals rissen das Publikum jedenfalls zu Begeisterungsstürmen und setzten so einen passenden Schlusspunkt für einen gelungenen Abend. pb
Bergsträßer Anzeiger
17. Februar 2009
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Männergesangverein Gronau: Sänger bestätigen den Vorstand / Sinnvolle Investitionen
Gronau. Der Männergesangverein MGV Eintracht Gronau hatte am Samstag zur Jahreshauptversammlung in den "Scholzehof" eingeladen. Bei Bier und Hackbraten lies man unter der Leitung des ersten Vorsitzenden Norbert Böhme das vergangene Vereinsjahr Revue passieren.
Wie in jeder Jahresbilanz gab es auch in Gronau Dinge, an die man sich gerne erinnert und Ereignisse, die unter die Kategorie "weniger schön" fallen.
So beanstandete Kontrolleur Harald Baier einen Rückgang bei der Teilnehmerquote der aktiven Mitgliedern an den 61 letztjährigen Veranstaltungen von 76 auf 70 Prozent. Dies veranlasste ihn zu dem lapidaren Kommentar: "Es kann nur besser werden."
Auch Kassenführer Helmut Franke beklagte ein finanzielles Defizit, welches sich aber durch "sinnvolle Investitionen" erklären lässt, wie es Kassenprüfer Hans-Jürgen Fey ausdrückte. Trotzdem stellte Franke klar, dass der Verein "nicht jedes Jahr" solche finanziellen Sprünge machen könne.
Nachdem die Jahresbilanz gezogen und Ortsvorsteher Peter Jenal sich lobend zur "akribischen Arbeit" des Vereins äußerte und den "nicht mehr wegzudenkenden kulturellen Aspekt" heraushob, den der Verein zum Gronauer Dorfleben beitrage, kam man zu dem Hauptpunkt des Abends. Alle drei Jahre wird ein neuer Vorstand gewählt und so waren die Mitglieder aufgefordert ihre Stimme abzugeben.
Die Wahlen beim MGV Gronau lassen sich auch unter dem Motto "Never change a winning team" zusammenfassen, denn der 1. Vorsitzende Norbert Böhme, der 2.Vorsitzende Armin Jareis, Schriftführer Peter Lücke, Kassenführer Helmut Franke, sowie der stellvertretende Kassenführer Dieter Hage, Inventarverwalter Karl-Heinz Meier und Kontrolleur Harald Baier wurden bestätigt. Als Kassenprüfer stellten sich Horst Vogtländer und Heinz Rettig zur Verfügung. ral
Bergsträßer Anzeiger
20. Januar 2009
MGV Eintracht Gronau: Herrliche Tage in Belgien verbracht
Gronau. Mitglieder des MGV Eintracht Gronau unternahmen mit dem Bus einen Mehrtagesausflug nach Belgien. Bei Weck, Worscht un Woi ließen die aktiven Sänger das Lied "Am kühlenden Morgen" bei einer Rast erklingen.
Weiter ging es nach Antwerpen zu einer Stadtrundfahrt. In Brüssel war dann nach dem Abendessen freie Zeit für einen Altstadtrundgang in die urigsten Bierkneipen. Am folgenden Tag ging es am Manneken Pis vorbei zum Grand Place mit Museum und Rathaus, zur Brüsseler Börse, weiter zur Markthalle im Jugendstil, zur Königspassage. Eine Stadtrundfahrt führte vorbei am Königspalast, dem Justizpalast, zum Atomium auf dem Gelände der einstigen Weltausstellung. Unterwegs war der Königspalast mit seinem herrlichen Park, in dem die belgische Königsfamilie wohnt, zu bestaunen.
Nach der Besichtigung des Atomiums ging es zur Chocolaterie Duval, wo man einiges über die Anpflanzung und Herstellung von Kakao, Schokolade und Pralinenformen sowie über die Herstellung von Pralinen von Hand erfuhr.
Samstags ging die Reise nach Brügge. Dort wurden die 50 Teilnehmer auf zwei Boote verteilt, die bei herrlichem Wetter unter zahlreichen Brücken durch die Altstadt fuhren. Eine Stadtführung endete auf dem Grande Place. Weiter reisten die Gronauer nach Knokke, einem Seebadeort. Nach einem Strandspaziergang war die nächste Station Gent.
Am Sonntag ging die Reise durch die Ardennen nach Namur und - nach der Stadtführung - an der Maas entlang, um die "Grotte de Han sur Lesse" zu besichtigen. Nach der Fahrt mit einer Schmalspurbahn zum Höhleneingang und von dort aus über 400 Treppenstufen führte der Weg an herrlichen Tropfsteingebilden vorbei in eine riesige Halle. Hier wurde im Takt zur Musik die Tropfsteinformationen mit farbigem Licht angestrahlt.
Die Reise führte schließlich über Luxemburg in Richtung Heimat - nach vier wunderbaren Tagen kamen die MGV'ler wohlbehalten in Gronau an. zg
Bergsträßer Anzeiger
Fünf Gastchöre geben dem MGV Gronau die Ehre |
FRÜHLINGSKONZERT: Beim Liederabend im Gemeinschaftshaus ertönen sanfte Melodien sowie dynamische Rhythmen |
| Gronau. Der Männergesangverein Gronau läutete mit einem Liederabend den
Frühling ein. Zu Gast hatte er am Samstag im Dorfgemeinschaftshaus fünf
Bergsträßer Chöre. Das Programm bot den Zuhörern ein breites Spektrum an
traditioneller bis moderner Chormusik. Mal waren es sanfte, romantische Melodien mit einem Hauch von Melancholie, dann wieder starke, dynamische Rhythmen, die zum Mitklatschen einluden, oder freche, witzige Interpretationen mit einer gehörigen Portion Ironie. Der Liederabend im frühlingshaft geschmückten Dorfgemeinschaftshaus unterstrich damit, wie bunt, lebendig und facettenreich Chormusik sein kann. Der erste Vorsitzende des gastgebenden Vereins, Norbert Böhm, begrüßte die Zuhörer. Anschließend übernahm Rainer Maschke die Moderation des Abends. Er porträtierte die Chöre kurz und setzte mit Frühlingsgedichten aus Klassik und Romantik sowie mit humorvollen Einlagen Akzente. Der Männergesangverein Gronau, dirigiert von Herbert Weil, präsentierte sich mit seinen fast 30 Sängern kraftvoll und stimmgewaltig. Er beeindruckte mit einem flotten Frühlingslied ebenso wie mit melancholisch-sehnsuchtvollem Liedern, die die unerfüllt gebliebene Liebe thematisieren. Im "Slowenischen Weinstrauß" dominieren die leisen Töne, angereichert um eine Prise Wehmut. Reinhold Böhm überzeugte hier mit einem Solo. Dirigent Herbert Weil zeigte nicht nur vollen körperlichen Einsatz, er war zugleich ein viel gefragter Mann. Unter seiner Regie musiziert auch der Gesangverein Harmonie Pfungstadt, den vor 150 Jahren die Arbeiter einer Torfstecherei ins Leben riefen. Die 14 Sängerinnen und neun Sänger trugen traditionelles Volksliedgut vor, beispielsweise Silchers "Frischgesungen". In modernere Gefilde entführten sie mit einem pfiffig-beschwingten Kriminaltango nach einem Satz von Otto Groll. Der wohl stimmgewaltigste Chor mit um die 50 Sängerinnen und Sänger war an diesem Abend der Gesangverein Heppenheim unter der Leitung von Hans Reinhard. Die Sängerinnen und Sänger setzten auf poppige ("Marmor Stein und Eisen bricht") und witzige Arrangements. Großen Beifall ernteten sie für den Vortrag eines afrikanischen Liedes, das sie zum Abschluss mit einem deutschen Abschiedstext untermalten. Der Männergesangverein Schlierbach unter der Leitung von Oliver Fath beeindruckte mit witzigen Karikaturen, in die zum Beispiel Sprechgesang und lautmalerische Elemente einfließen. Auch sie verliehen dem "Kriminaltango" eine betont spannende Note. Ebenso souverän wie der fast 20-köpfige Schlierbacher Chor präsentierte sich der Gesangverein Einhausen. Der musikalische Bogen reichte hier von Bühler-Interpretationen bis "Über den Wolken" von Reinhard Mey. Erstklassig ergänzt wurden die Sängerinnen und Sänger von Kurt Denk, der dem Konzert mit seinem stimmgewaltigen Solo von "Oh sole mio" und "Bella Italia" die Krone aufsetzte. Das "Schlusswort" hatten die Gastgeber. Ihr "Diridonda", mit großer Intensität und kraftvoll vorgetragen, markierte den stimmungsvollen Endpunkt eines musikalischen Reigens, an den sich ein gemütliches Beisammensein anschloss. moni © Bergsträßer Anzeiger - 03.04.2006 |
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Sänger mit gut geölter Kehle und mächtig viel Humor |
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MGV GRONAU: Zwei Elferratssitzungen sind Höhepunkt der närrischen Saison / Launisches "Good bye" für Hanne Guggenberger |
| Gronau. Mit viel Schmackes und Volldampf steuerte der Männergesangverein
Eintracht Gronau am Wochenende auf den Höhepunkt der närrischen Saison und
auf die fünfte Jahrezeit zu. Und stellte auf seinen beiden
Elferratssitzungen wieder einmal unter Beweis, dass die aktiven Sänger nicht
nur über eine stets gut geölte Kehle, sondern auch über eine mächtige
Portion Humor, Mutterwitz und schauspielerisches Talent verfügen. Das galt im übrigen für die Nachwuchs-Büttenasse, die "alten Hasen" und die Gäste aus Vereinen und dem Nachbarort Zell. In der Bütt und auf den Bühnenbrettern waren sie allesamt Spitze. Sitzungspräsident Hans Silbermann konnte mit seiner Truppe zufrieden sein. Durch die Narrenbrille betrachtet, entwickelten große und kleine Politik, menschliche Schwächen und Fehltritte, die unweigerlichen Frozzeleien zwischen Gronau und Zell und so mache Narretei aus dem Dorf eine eigene Dynamik. Egal ob Gammelfleisch oder Papst - Hysterie, ob Quatsch-Rechtschreibreform, kleine Pannen oder große Pleiten, für die MGV-Fastnachter stand felsenfest: "Ganz Deutschland ist außer Rand und Band". Im Mittelpunkt der vierfarbenbunten Narreteien stand einmal mehr Gronaus wohl berühmteste - wenn auch nicht ganz unumstrittene - Einwohnerin, Hanne Guggenberger. Jetzt ist die Ära von Bensheims weiblichem Hilfssheriff ja bekanntlich vorbei. Pech für den Stadtsäckel, schließlich war die Hanne bekannt dafür, dass sie fleißig Knöllchen verteilte. Wohlgemerkt, ohne Ansehen der Person. Mit einem wehmütigen "Good bye Hanne" verabschiedeten die Gronauer Narren die propere "kleine Gewalt" aus ihrem aktiven Dienst. Herrlich unkompliziert und kess plauderten die beiden jüngsten MGV'ler, Pascal Richter und Eric Franke, aus dem Nähkästchen: Aus der Schule, über nervige Verwandtschaft und die hübsche Biologielehrerin. "Ach, Kind zu sein, des nervt uff Dauer", stöhnte Eric, der sich als "unterdrücktes Kind" outete. Zum Frühstück bekommt er "Hasenfutter" vorgesetzt, und auf dem Geburtstag der Oma wollen alle Tanten und Onkels einen Kuss vom Filius. Von einem ganz anderen Kaliber sind Heidi Haacke und Alexander Noll, die sich als streitlustiges Ehepaar einen deftigen Schlagabtausch lieferten. Er, der Pantoffelheld im Marienkäferkostüm, sie die forsche Madame mit dem losen Mundwerk. Peter Lüke stieg im Gronauer Dorfgemeinschaftshaus in die Bütt, um von seiner Suche nach einem passende Hobby zu schwadronieren, Thorsten Hofmann setzte eine Pointe nach der anderen. Kontrastprogramm pur: "Germanys next Top Model" alias Corina Franke, lieferte der Narren-Jury eine herrlich schräge Show. Wenn es auch vermutlich zur Nachfolgerin von Heidi Klum nicht reichen wird, so zeigte die amtierende "Miss Geschick" doch Laufsteg-Ambitionen und hatte auf jeden Fall mehr Sexappeal als so manches "Bügelbrett". Mit einer pfiffigen Idee landeten die Gronauer Gymnastikfrauen einen Lacherfolg nach dem anderen. Das eher unappetitliche Thema "Müllberg" entwickelte sich zum Top-Renner. Für jeden Abfall fand "Müllmann" Gabi Schmunkamp das richtige Deckelchen. So auch für die achtlos weggeworfene "Haartönung, dunkelbraun intensiv". Die kann doch nur dem ehemaligen Bundeskanzler gehört haben, oder etwa nicht? Zeller Hinkel jedenfalls - da war man sich einig - sind Sondermüll, der geschasste City - Manager dagegen ein Fall für den Restmüll. Eine Riesengaudi auch das Männerballett, das als geklonte Biene Maja und Brummer "Willy" über die Bühne hüpfte, die gelenkige Damen von der flotten Steppgruppe und die "Woinoase" vom MGV. Die singenden Kellermeister hatten das Jahr über genau hin geschaut, was sich im Ort so abspielte und was sich lohnte, durch die Narrenbrille zu betrachten. Das Salz in der Suppe aber waren die Zeller "Leihgaben". Von Nachbarschaftsstress und Animositäten keine Spur. Die Nachwuchs-Garde der SKG und die sexy Mädels von den "Pappets" waren echte Hingucker. Die sieben jungen Damen mit Frack, Zylinder, Federboa und Netzstrümpfen verbreiteten knisternde Erotik. Ein toller Tanz. Und am Ende tobte der Saal, als die Meerbachboys vom SG Gronau eine köstliche Play-Backshow lieferten. Von Andrea Berg ("Du hast mich tausend Mal belogen"), bis zu Matthias Reim oder Bata Illic war alles präsent, was die deutsche Schlagerszene an Schmachtfetzen zu bieten hat. Die Jungs in Rock, Stöckelschuh" und Lockenperücke hatten genau so viel Spaß an dem Spektakel, wie die begeisterten Zuschauer. gs © Bergsträßer Anzeiger - 20.02.2006 |
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| Gegen die "Rosskur" hatte Gottschalk keine Chance |
| THEATER IN GRONAU: Mehr als 400 Besucher amüsierten sich beim MGV Eintracht über die turbulente Verwechslungskomödie |
| Gronau. Den Gronauern ist es wurscht, ob Thomas Gottschalk
am Samstagabend im Fernsehen "Wetten dass" live aus Mannheim moderiert. Sie
lassen ihre Theatertruppe vom Männergesangverein MGV "Eintracht" jedenfalls
nicht im Stich. Schließlich weiß man im Ort ganz genau, dass es ein überaus
vergnüglicher Abend zu werden verspricht, wenn es im Dorfgemeinschaftshaus
wieder heißt: Vorhang auf. Mehr als vierhundert Besucher amüsierten sich bei zwei Vorstellungen köstlich über das flotte Spiel, das all das hatte, was zu einem rechten Schwank gehört. Einen etwas depperten Familienvater (hätte genau so gut die Ehefrau sein können), eine resolute Gattin, ein genau so hübsches wie kesses Töchterlein, einen Schwiegersohn in spe, einen Kutscher, der die Weisheit nicht eben mit Löffeln gegessen hat und eine Magd. Trine, die gute Seele und "Perle" im Haus des Fuhrwerksbesitzers Emil Kulicke, polterte sich postwendend in die Herzen der Zuschauer, die die ungelenke Person zu ihrem Liebling auserkoren. Eine wahre Freude, zuzusehen, wie sie breitbeinig im Watschelgang über die Bühne schlurfte. Ein wenig schwer von Begriff ist Trine (Corinna Franke) schon, und eine Schönheit ist sie auch nicht gerade. Und wenn sie mit ihren derben, deftigen Kommentaren den Nagel exakt auf den Kopf trifft, geht sie ihrer Herrschaft ab und zu ganz schön auf den Geist. "Die Rosskur", ein Einakter unter der Regie von Gabi Schmunkamp, hielt voll und ganz, was er versprach. Eine turbulente Posse, mit einer kleinen Portion Lokalkolorit, jede Menge Anspielungen, Verwechslungen und einer Liebesgeschichte mit Happy end. Der Gelackmeierte bei der Geschichte war zunächst einmal Emil Kulicke, der einfach nicht aufhören konnte zu essen. Eine Schweinshaxe mit Kraut, ein Viertel von einer Gans, eine Schüssel mit Knödel, das konnte einfach nicht gut gehen. Harald Baier in der Rolle des uneinsichtigen Vielfrasses war ein absoluter Hammer. Als ihn die Völlerei schließlich fast den Magen zu zerreißen schien, und er sich nur noch auf allen Vieren fort bewegen konnte, gabs für das Publikum kein Halten mehr. Ehefrau Luise (Hannelore Lux) und Tochter Gerdi (Nina Pfarr) wussten keinen Rat mehr gegen die Fresssucht. Ein Doktor musste her, der den Patienten kurieren sollte. Dass die frisch Verliebte Gerdi allerdings gleich ihren heimlichen Verehrer, Dr. Kurt Löffler (Thorsten Hoffmann), einschleusen würde, sorgte für Verwirrung. Was keiner wusste, der Doktor war zwar einer, aber einer, der sich um das Vieh kümmert. Und deshalb ging er bei der Beschreibung der Beschwerden auch davon aus, dass es sich um einen Gaul handeln muss, den er von seiner Kolik befreien wollte. Entsprechend klar waren seine Anweisungen: Einen Kübel Wasser sollte der Kranke "saufen", dann in eine Decke gewickelt werden und, vom Kutscher Anton Bolle (Alexander Noll) an der Leine geführt, so lange galoppieren, bis der Schweiß fließt. Linderung sollte zu guter Letzt ein Eimer mit kaltem Wasser bringen, der über den Kopf zu stülpen war. Und wie könnte es anders sein. Gattin und Tochter führten beide die Anweisungen von "Kurti" haarklein aus und brachten den sowieso schon gebeutelten Ehemann und Vater schier zur Verzweiflung. Eine richtige "Rosskur" war das. Die Zuschauer sahen es mit Schadenfreude und quittierten die Verrenkungen mit Lachsalven. Dass der Herr Doktor für seine Bemühungen auch noch zehn Euro Praxisgebühr kassieren wollte, setzte dem Ganzen die Krone auf. Am Ende wurde der Knoten der Missverständnisse und Verwechslungen doch noch gelöst. Alles wendete sich zum Besten. Dr. Löffler hielt um die Hand seiner Gerdi an, die Eltern sagten ja, und alle waren glücklich. Vielleicht bis auf Trine. Die wollte im Überschwang der Gefühle den Kutscher Anton. Doch der lehnte dankend ab. Bevor sich der Vorhang für den Einakter der "Rosskur" hob, hielt ein anderes Quartett das Publikum bei bester Laune. Karl Hellwig, Ursula Teschner, Marion Meyer und Gabi Schmunkamp überzeugten als Öko-Fuzzis, Langzeit-Ehepaar und Busenfreundinnen. gs © Bergsträßer Anzeiger - 07.11.2005 |
| Stimmgewaltiger Chor mit viel Gefühl |
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| Großes Chorkonzert der Harmonie 1861 Bensheim im ausverkauften Parktheater |
| Bensheim. Gibt es Veranstalter, die sich um leere Häuser
bangen? Hier ein (Geheim-) Tipp: einfach die "Harmonie 1861 Bensheim" mit
ins Programm einbauen und schon wird ein freies Plätzchen zur Mangelware!
Ein proppenvolles Parktheater war jedenfalls der Anblick, der sich den
Sängern der Harmonie und der befreundeten Chöre "Eintracht 1901 Gronau" und
"Liedertafel 1845 Erbach" bot, als der Vorhang zum Großen Chorkonzert
aufging. Zusammen mit "ihrem" Kapellmeister Herbert Weil, dem gemeinsamen Dirigenten, hatten die Sänger unter der Überschrift "Vom Romantischen Chorlied zur Russischen Seele" aber auch ein Programm zusammengestellt, das für jeden Geschmack etwas bot. So bestachen die Männerchöre zum Auftakt mit Schumann- und Schubertliedern, aber auch mit Robert Prachts "Morgenrot", einem regelrechten "Ohrwurm". Ein weiterer Schwerpunkt war dem Volkslied gewidmet, das in anspruchsvollen Sätzen präsentiert wurde. Und kein Wunder, dass das lebhaft tänzerische "Diridonda" mit besonderem Applaus bedacht wurde. Nicht minder mitreißend geriet der Ausflug nach Tschechien zu Leos Janaceks Liebesliedern, die - für unsere Ohren vielleicht nicht so geläufig - jedoch Lust auf "mehr" machten. Dvoraks "Wenn Du fort gehst" war dann just der perfekte Übergang zur "Russischen Seele", der die Sänger mit dem altrussischen Kirchengesang "Tebiè Mojem", "Oh Herr, gib uns Frieden!", ebenso eindrucksvoll huldigten wie mit dem Publikumsliebling "Kaljinka" oder "Wolga", "Sei gegrüßt, Du Strom der Heimat". Vom feinen piano bis zum berauschenden forte, von verhalten bis zum furiosen Höhepunkt zeigten die stimmgewaltigen Sänger hier ihre ganze Bandbreite. Entsprechend groß war die Begeisterung beim Publikum, das mit Pfiffen und Getrampel nicht geizte. Doch die Chöre schlugen den Bogen noch weiter, bis zu den Glanzlichtern von heute. Dabei erfuhren die Zuhörer beispielsweise auch, dass das hymnische "Vangelis" mit seiner Kunstsprache, einer Art "Pseudolatein", sich bei sehr früher Musik "bediente". Denn Hans Schuster, Mitvorsitzender der Harmonie, der auf gekonnte Weise durchs Programm führte, setzte die Musikstücke auch für "Laien" aufs angenehmste in einen großen Zusammenhang. Und dass bei "Down by the riverside" oder gar "Halleluja", dem einstigen Grand-Prix-Titel Israels, dessen positiver Kraft selbst der größte Miesepeter nicht widerstehen könnte, es das Publikum schier von den Stühlen riss, wird da wohl niemanden wundern. Aufs trefflichste ergänzt wurde das Programm von den beiden mitwirkenden Damen - Yaroslava Vikhrova, der jungen Sopranistin, und der Pianistin Iris Lohnes. Die Kirchenmusikerin aus Beerfelden und selbst Leiterin mehrerer Chöre im Odenwald sorgte nicht nur immer dann für eine perfekte musikalische Untermalung des Chores, wenn nicht gerade a cappella angesagt war. Sie begeisterte auch mit Paul Simons "Brigde over troubled water" als Übergang zum populären Teil und natürlich als kongeniale Begleiterin von Vikhrova. Die junge Russin, die derzeit in Darmstadt lebt und arbeitet, zog mit ihrer klaren, schönen Stimme, völlig unangestrengt, ihre Zuhörer regelrecht in ihren Bann. Ob mit Schumann-Liedern wie "Mit Myrten und Rosen" oder "Er ist's", oder Rachmaninows melancholisches "O traure nicht" oder seinem feierlich-andächtigen "Vor der Ikone" in russischer Sprache - da applaudierte nicht nur das Publikum, sondern auch die Sänger selbst. Der Dank der "harmonischen" Chorfamilie ging an ihren Dirigenten, den "geistigen Vater" des Konzerts sowie die Erbacher Sangeskollegen mit ihrem Vorsitzenden Werner Krug und die Gronauer mit ihrem Vorsitzenden Norbert Böhm. Ja, es stimmt natürlich: rund achtzig Männerstimmen "machen schon was her!" Wer dieses Konzert verpasst hat und das jetzt bedauert, hat übrigens eine zweite Chance: Am 4. Dezember gibt es eine Wiederholung. Dann sind die Bensheimer und Gronauer bei ihren Sängerkollegen in Erbach zu Gast. dod © Bergsträßer Anzeiger - 01.11.2005 |
| Sieben Chöre geben in Gronau eine beeindruckende Visitenkarte ab |
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Liederabend des MGV Eintracht Gronau steht im Zeichen des Frühlings und präsentiert traditionelle und moderne Chormusik |
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Gronau. Ganz im Zeichen des Frühlings stand der Liederabend, zu dem der Männergesangverein Gronau am Samstag sechs Bergsträßer Chöre zu Gast hatte. Sie präsentierten ein rundum harmonisches Programm, in dem die Zuhörer die vielen Facetten von der traditionellen bis hin zur modernen Chormusik genießen konnten. Mal waren es sanfte, romantische Melodien mit einem Hang zur Melancholie, mal stark rhythmisierte, die zum Mitklatschen einluden. Andere Liedvorträge kamen mit einem frechen und witzigen Ausdruck daher, der mit einer gehörigen Portion Ironie versetzt war. Dass Chormusik ein breites Spektrum umfasst, lebhaft und facettenreich ist, unterstrich der Liederabend im frühlingshaft geschmückten Dorfgemeinschaftshaus. Die insgesamt sieben Chöre gaben eine beeindruckende Visitenkarte ab und ließen die Begeisterung vor allem im zweiten Teil des Abends mächtig ansteigen. Nur ungern ließen die Zuhörer - auf dem Stimmungshoch angelangt - den Schlusschor MGV Gronau von der Bühne abtreten. Der erste Vorsitzende des gastgebenden Vereins, Norbert Böhm, begrüßte die Zuhörer, bevor Rainer Maschke die Moderation des Abends übernahm, die Chöre kurz porträtierte und mit witzigen und humorvollen Einlagen die heitere Stimmung im Saal anheizte. Der Männergesangverein Gronau präsentierte sich mit seinen etwa 35 Sängern kraftvoll und stimmgewaltig. Mal beeindruckte er mit einfühlsamen Interpretationen komplexer Gesangsstrukturen wie in Carl Maria von Webers "Frühlingsahnung", dann wiederum ließ er slawische Mentalität mit Dimitri Bortnanskis "Tebie Mojem" spürbar werden, in dem die leisen und sanften Tönen mit einem Hauch von Melancholie in den Vordergrund treten. Den Schlussakzent setzte der Chor mit seinem Dirigenten Herbert Weil mit flotten Rhythmen. In Walter Papperts "Slawischer Weintanz" beeindruckte Reinhold Böhm mit einem Solo. Das Eis beim Publikum brach bereits der Männergesangverein Liederkranz aus Winterkasten. Mit ihrem "Schluckspecht aus dem Ourrewald" trafen sie die Stimmung im Saale. Mit der humorvollen Karikatur des allabendlichen Wirtshausbesuchers landeten die knapp 30 Sänger aus dem Odenwald einen Volltreffer. Doch ebenso souverän präsentierten sie romantische Kompositionen wie "Arco Baleno" oder "Die Rose" von Manfred Bühler, die der Chor nicht nur mehrstimmig und bewegend intonierte, sondern auch mit einer großen Intensität und innigen Kraft. Jürgen Großschmidt tat sich als Solist hervor. Der Lorscher Männergesangverein Germania zeichnete mit seinen etwa 55 Sängern filigrane, detailliert ausgemalte Klangbilder. Der mächtige Klangkörper - erst seit vier Wochen dirigiert von Tobias Freidhof - zeigte einen souveränen Auftritt, der selbst in einer Interpretation von "I manans skimmer" (Hugo Alven) im Schwedischen Fuß fasst. Ob nun der Männerchor, in dem auch die junge Generation mitmacht, im kraftvollen Duktus einer Bepi-De-Marzi-Komposition oder im fröhlich flotten Rhythmus vom "Pfälzer Weinknorz" singt: mit seinen Arrangements weiß er musikalische Akzente zu setzen. Der MGV Sängerbund Kolmbach mit seinem Dirigenten Johann Leber griff auf der einen Seite mit der Zigeunerweisen "Bajazzo" auf tiefe Gefühlswelten zurück, weiß aber auf der anderen Seite die blanke Ironie wie in "Wein und Liebe" bestens darzubieten. Besonders tat sich Karl Erhardt mit seinem Sologesang hervor. Der Gesangverein Fehlheim mit seinem Dirigenten Georg Kardoz entwarf vielseitige Klangmuster. Auf der einen Seite mit einer gelungenen Stippvisite im traditionellen Volksliedgut interpretierte er feinfühlig die Klassiker Robert Schumann mit "Frühlingsgruß" und den "Lerchengesang" von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Der Liederkranz Seidenbuch mit Dirigent Alfred Müller machte vor allem mit dem "Zottelmarsch" von Walter Degreif deutlich, dass er eine Menge musikalisches Potential aufzuweisen hat. Die komplexe Komposition interpretierte der Chor pfiffig und nuancenreich. Mit weniger als 20 Sängerinnen und Sängern ging die Sängerlust aus dem 600-Seelen-Dorf Lautern auf die Bühne. Sie setzte unter anderem mit Interpretationen von "Ave Glöcklein" oder "Verklungen ist des Tages Treiben" - komponiert von Manfred Bühler - Akzente. Der dreistündige Liederabend war eine gelungene, runde Sache. Er wartete mit vielen Highlights auf, für die sich das Publikum mit großem Applaus und Zugabeforderungen bedankte. moni © Bergsträßer Anzeiger - 11.04.2005 |
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"Krampfader-Geschwader" lässt die Hüllen fallen |
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Bei der Grunemer Fastnacht bietet die Frauengymnastikgruppe Striptease der besonderen Art |
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Gronau. Wenn in Gronau die "fünfte Jahreszeit" angebrochen ist, sind die Mitglieder des Männergesangvereins Eintracht Gronau und ihre Fans außer Rand und Band. Am Freitag wackelten bei den Elferratssitzung des MGV im Dorfgemeinschaftshaus die Wände. Sitzungspräsident Hans Silbermann hatte die Veranstaltung fest im Griff und behielt auch noch die Ruhe, als der Saal buchstäblich kochte. Der Gronauer Posaunenchor führte den Elferrat zur Bühne. Spätestens da wussten auch die Zugereisten, was Zell und Gronau im Wesentlichen unterscheidet: Am Ende des Tales heißt es "Helau" und nicht "Eijo". Kaum dass die Herren saßen, marschierte auch schon die Präsidenten-Garde des SKG Zell ein mit Anna Schwerdt, Erik Laumann, Jana Pfeiffer, Jonas Hiesinger, Lena Hiesinger, Liesa Schranz, Luisa Götzinger, Meike Pfeiffer und Milena Haselow. Die Besucher waren von den Nachwuchstänzerinnen und Tänzern begeistert. Den närrischen Jahresrückblick hielt als erste Büttenrednerin Gabi Schmunkam. Sie ließ kein lokales Thema aus und streifte auch die Bundespolitik von der Gesundheitsreform bis zu Hartz 4. Stolz sei man auch in Gronau über den Aufsteiger des Jahres aus der Nachbarschaft: "Angie fand einen Meister, da staunten selbst die Geister". Szenen einer Ehe spielten anschließend Heidi Haacke und Alexander Noll, der sich selbst überschätzte: "Wer den Mann am Tag nicht ehrt, der ist ihn in der Nacht nicht wert." König Fußball stand Pate beim Auftritt des Jugendballetts der SKG Zell mit Marcel Eckert, Luisa Götzinger, Nadja Pietruschka, Jana Löffler, Marlena Schmitt, Christian Schmitt, Sina Röder und Lena Katzenmaier. Als Konsum-Verfechter warnte Peter Lüke: "Wenn nicht konsumiert wird, kommt die Regierung unter den Hammer." Hit auf Hit lieferten wieder die "Woinoase" mit Harald Baier, Karl Hellweg, Hans-Jürgen Fey, Norbert Böhm, Karl Heinz Meyer, Martin Simon, Edgar Bickel und Reinhard Mayer am Akkordeon. Nach der Pause stellte Hans Silbermann seinen Elferrat vor: Norbert Böhm, Martin Simon, Edgar Bickel, Helmut Schöneberg, Peter Lüke, Alexander Noll, Heinz Sänger, Armin Jahrreis, Pascal Richter und Heinz Köpping. Dann begeisterten die "Pappets" aus Zell das Gronauer Publikum mit ihrem Dschungel-Tanz. Mit von der Partie waren Rosina Götzinger, Tanja Marquardt, Bettina Meister, Silvia Werner, Iris Hombeuel, Katharina Götzinger und Sylvia Schenk. Beim Auftritt des Männerballetts gab es im Saal kein Halten mehr, denn auf der Bühne tanzten die schärfsten Männer des Ortes: Martin Heil, Thomas Volk, Karl-Heinz Stollhofer, Jens Stollhofer, Martin Fischer, Christoph Russ, Wolfgang Lindschinger und Dieter Haacke. Ihr Pech bei der Suche nach einem Mann schilderte anschließend Corinna Franke. Ob auf dem Land, übers Internet oder in der Stadt, es wollte ihr nicht gelingen und auch im Saal meldete sich trotz ihrer eindeutig-zweideutigen Avancen niemand. Beim nächsten Programmpunkt waren sich wohl alle einig: die Frauengymnastikgruppe brachte den absoluten Höhepunkt. Mehr stolpernd als gehend kam Marion Meyer auf die Bühne und kündigte ihr "Krampfader-Geschwader" aus den ersten Tagen der Gronauer Fastnacht an: Daniela Richter, Verena Laumann, Birgit Stollhoffer, Gabi Schmunkamp, Beate Braun, Karin Dörr, Dagmar Rumrich, Lissy Lies, Sigrid Röpke und Petra Silbermann. Sie seien alle hoch betagt, hieß es, wollten es aber noch einmal - gekrümmt und mit einem Outfit der Jahrhundertwende - versuchen. Das Lied "Im schönen Odenwald" wollte da noch passen, aber "Ein Mädchen aus Piräus" war schon eine Provokation und ließ beim Publikum Ahnungen aufkommen. Von Lied zu Lied zogen sich die Damen weiter aus und kamen schließlich voll in Fahrt. Ein Striptease kam auch bei Hannes und Schorsch (Uwe Franke und Ralf Lautenschläger) vor, jedoch weitaus unromantischer, denn der, um den es ging, hatte Körperteile, "die waren dünner als sein Bein". Sodann nahmen die beiden gnadenlos das Ortsgeschehen von einer "Bombendrohung im Dorfgemeinschaftshaus" und dem "übereifrigen wichtigsten Mann im Dorf" bis zur "Todesfalle Toilette" aufs Korn. Letzter Programmpunkt war eine gekonnte Playback-Show der "Meerbachboys" aus Gronau mit Carsten Pfeifer, Sven Böhm, Christopher Schwarik, Christian Katzenmaier, Markus Schmitt, Thorsten Hoffmann und Sven Drescher. Bei gleichem Sitzungspräsident kam am Samstag ein neuer Elferrat auf die Bühne: Gerhard Lingelbach, Harald Baier, Peter Jenal, Karl-Heinz Meyer, Martin Fischer, Rainer Maschke, Martin Simon, Alexander Noll, Karl-Heinz Stollhofer und Armin Jahrreis. au © Bergsträßer Anzeiger - 31.01.2005 |
| Weihnachtsfeier mit Ehrungen in Gronau |
| MGV Eintracht sorgte für kurzweiligen Abend / Adventssingen |
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Gronau. Zur Weihnachtsfeier des MGV Eintracht Gronau am vergangenen Samstag in der Gaststätte "Auf der Au" waren die Vereinsmitglieder zahlreich erschienen. Eröffnet wurde das Programm mit zwei Liedvorträgen der Sänger und der Begrüßung durch den Vorsitzenden Norbert Böhm, der den Ehrendirigenten Wolfgang Renn sowie den Ortsvorsteher Peter Jenal besonders willkommen hieß. Der Vorsitzende des Sängerkreises Bergstraße, Heinz Ritsert, nahm Ehrungen verdienter Vereinsmitglieder vor. Er begann mit der Ehrung des geschäftsführenden Vorstandes und würdige besonders die Tätigkeit des ersten Rechners Helmut Franke, der dieses Amt schon seit 25 Jahren ausübt. Neben einer Urkunde und Ehrennadel wurde ihm ein Weinpräsent überreicht. Vorsitzender Norbert Böhm, zweiter Vorsitzender Edgar Bickel und erster Schriftführer Helmut Jaeger sind seit zehn Jahren in dieser Position. Auch sie und die folgenden Mitglieder wurden mit entsprechenden Urkunden und Weinpräsenten geehrt. Der Kreisvorsitzende fuhr fort mit der Ehrung fördernder Mitglieder. Dazu gehören seit 50 Jahren Edmund Pfeifer und seit 25 Jahren Walter Gärtner und Horst Voigtländer. Anschließend wurde Alexander Noll vom Vereinsvorsitzenden für seine 16-jährige Tätigkeit als Beitragskassierer und langjähriger "Nikolaus" geehrt. Inventarverwalter Karl Heinz Meyer versieht ebenfalls sein Amt bereits seit 16 Jahren, war aber wegen Erkrankung nicht anwesend. In gewohnt humorvoller Weise führte Vizedirigent Rainer Maschke durch das Programm. Unter Leitung des Diplomkapellmeisters Herbert Weil intonierte der Männerchor weihnachtliches Liedgut. Aufmerksame Zuhörer hatte auch die "BMV-Sänger" (Böhm, Maschke, Volk), als sie besinnliche Lieder aus dem Allgäu vortrugen. Heinz Sänger, der bei dieser Gelegenheit mit Eugenie Böhm für seine ideenreichen Dekorationen bei allen Veranstaltungen geehrt wurde, ließ eine über 100 Jahre alte Spieldose erklingen. Schließlich erschien der Nikolaus (A. Noll) und trug in Versform seine Eindrücke über das vergangene Vereinsjahr vor und verteilte Geschenke. Nachdem die BMV-Sänger noch einmal mit flotten Weisen überrascht und Gerhard Roehling Stilblüten aus seiner Jugendzeit offenbart hatte, klang das Programm mit einem Ratespiel aus. Schon am nächsten Tag waren die Sänger wieder aktiv. Das alljährliche Adventsingen vor der Kirche in Gronau, das vom MGV gemeinsam mit dem Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde veranstaltet wurde, war wieder sehr gut besucht. Die Besucher wurden mit Glühwein, Laugenstangen und Bratwurst versorgt. Auch überraschte der Nikolaus die kleinen Besucher mit seinen Gaben. © Bergsträßer Anzeiger - 18.12.2004 |
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Musikalischer Männerabend mit weiblicher Note |
| In Gronau Konzert mit Chören aus Bensheim, Reichenbach, Erbach - und natürlich "Eintracht" |
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Gronau. Treffpunkt Dorfgemeinschaftshaus: Am Samstagabend hatte der Männergesangverein Eintracht Gronau befreundete Vereine aus Bensheim, Reichenbach und Erbach - und natürlich die Bevölkerung - zu einem gemeinsamen Liederabend eingeladen. In Gronau haben die Veranstaltungen des MGV Tradition, und die Besucher die Gewissheit, bei den Sängern einen unterhaltsamen, abwechslungsreichen Abend verbringen zu können. Die Musik stand im Mittelpunkt, ganz klar. Aber dass auch die äußeren Bedingungen stimmten und eine der Jahreszeit angemessene Atmosphäre zu verspüren war, dafür haben Eugenie Böhm und Heinz Sänger mit ihrem Helferteam schon im Vorfeld gesorgt. Der Saal war liebevoll und mit viel Fantasie hergerichtet, überall thronten Strohballen, waren Kürbisse, Äpfel und Maiskolben dekoriert. Auf den Tischen hatten die Dekorateure hübsche Gestecke verteilt. Kein Wunder also, dass sich auch Ortsvorsteher Peter Jenal und Wehrführer Dieter Stephan im Kreise der Gronauer Sänger wohlfühlten. Wie es sich gehörte, eröffnete der Gastgeberverein mit seinem Vorsitzenden Norbert Böhm den Reigen der Aktiven mit einem musikalischen Sängergruß. Ein wenig Nostalgie durfte auch sein: Das Chiantilied und Diridonda sorgten gleich von Anbeginn an für Stimmung. Diplomkapellmeister Herbert Weil aus Hähnlein, der als Dirigent seit mehr als elf Jahren den Taktstock in Gronau schwingt, "tanzte" am Samstagabend gleich auf mehreren Hochzeiten. Er führte nämlich auch bei den Sängern der Harmonie Bensheim und der Liedertafel Erbach Regie. Hauptsächlich deutsches Liedgut bester Güte hatten die etwa hundert Sängerinnen und Sänger für den Gronauer Auftritt einstudiert, von Franz Schubert bis Paul Geilsdorf, Silcher und Gerhard Wind. Im zweiten Programmteil dann wurde das Repertoire mit Spirituals und Gospelsongs ein wenig internationaler und peppiger. Mit dem ehemaligen Grand-Prix Erfolg der israelischen Crew von 1979, "Halleluja", trafen die stimmgewaltigen Eintracht-Mitglieder genau den Geschmack ihrer Zuhörer. Dass Musik und Gesang jung erhalten, dafür ist Jakob Schambach aus Bensheim ein eindrucksvolles Beispiel. Als "ältestes, aktives Mitglied" beim Gronauer Liederabend erhielt er von Moderator Rainer Maschke einen besonderen Willkommensgruß. Die stattliche Schar der Harmonie-Sänger wiederum wollten ihren Auftritt im Dorfgemeinschaftshaus als Dankeschön für ein vorausgegangenes, gemeinsames Konzert in der St. Georgskirche verstanden wissen. Bis auf eine einzige Ausnahme befand sich der Abend fest in Männerhand. Nur der Reichenbacher Frauenchor mit seiner Vizedirigentin Erika Noller und der Vorsitzenden Waltraud Meckel vertraten die weibliche "Note". Die singfreudigen Damen waren der Einladung in die Nachbargemeinde ebenso gerne gefolgt wie ihre männlichen Kollegen von der Eintracht mit Frontmann Peter Kaffenberger. Und das, obwohl sie sich mitten im Probenstress für ihr eigenes Konzert Ende November befinden. Dass die traditionellen Gesangvereine ganz offensichtlich unter Nachwuchsmangel leiden, wurde an dem geschätzten Durchschnittsalter der Sänger deutlich. Nur wenige junge Männer, wie beispielsweise bei der Liedertafel Erbach, wo Vater und Sohn gemeinsam singen, sorgen für frisches Blut und frischen Wind. Beim Posaunenchor der Evangelischen Kirchengemeinde Gronau Zell dagegen ist das Alter kein Problem. Jung und Alt musizieren gemeinsam. Am Samstag stellten die Bläser, allen voran Dirigent Gerald Pfeifer und Vorsitzende Angela Bitsch, mit einem Israel Medley, schottischen Klängen und Spirituals unter Beweis, dass sie durchaus mehr spielen können, als einschlägige Kirchenmusik. gs © Bergsträßer Anzeiger - 09.11.2004 |
| Liederabend des MGV Gronau |
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Gronau. Seit 1980 hat der Männergesangverein Eintracht Gronau über 40 Liederabend, Chorkonzerte oder ähnliche musikalische Veranstaltungen dargeboten. In einigen Fällen war eine solche Veranstaltung willkommener Anlass zur Umrahmung besonderer Ereignisse, beispielsweise die Einweihung des Dorfgemeinschaftshauses im Jahre 1994. Am 6. November lädt der Gronauer Gesangverein erneut zu einem Liederabend ein. Beginn ist um 20 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus. Als Gastvereine haben der MGV Harmonie Bensheim, die Chorvereinigung Liedertafel Erbach (Odenwald), der MGV Eintracht Reichenbach und der Frauenchor Reichenbach sowie der Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde Gronau/Zell ihr Mitwirken zugesagt. Für Speisen und Getränke wird gesorgt. Der Eintritt ist frei. Die Gronauer Sänger lassen das Jahr mit ihrer Weihnachtsfeier am 11. Dezember und dem Adventssingen vor der Kirche am 12. Dezember sowie der Umrahmung des Gottesdienstes am zweiten Weihnachtsfeiertag ausklingen. © Bergsträßer Anzeiger - 26.10.2004 |
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Musikalische
Naturbetrachtung |
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| ERBACH.
Einen starken Eindruck hinterließen am Sonntag die drei Männerchöre
– Liedertafel Erbach, Harmonie Bensheim und Eintracht Gronau – , die
mit ihrem geistlichen Konzert in der fast voll besetzten Erbacher
Stadtkirche ihr Publikum begeisterten. Unbestrittener Star war
Diplom-Kapellmeister Herbert Weil, der es verstand, die weit über 80 Sänger
zu einem geschlossenen Klangkörper zu verschmelzen, den er mit viel
Schwung und mitreißender Lebendigkeit zum Klingen brachte.
Insgesamt 20 Musiktitel gehörten zum Repertoire. Neben den großen Komponisten wie Schubert, Bruckner, Beethoven, Liszt, von Weber und Grieg kamen bei diesem Konzert auch viele kleinere Juwelen ganz wie von selbst zum Funkeln. Wer nach einem roten Faden suchte, fand ihn im Programm, das Musik von Franz Schubert (‚Wohin soll ich mich wenden‘ oder ‚Sanctus‘ aus der Deutschen Messe), Edvard Grieg (Sarabande) und Anton Bruckner (Trösterin Musik und Ave Maria) neben Dimitri Bortnjanskijs aphoristisch angehauchte drei Stücke oder ein unbeschwertes, aber nicht banal klingendes Bänkelsängerlied – die ‚Sonata‘ eines unbekannten Komponisten (um 1684) – stellte. Auch bei Ignatz Heyms ‚Vineta‘ schufen die Sänger Klangbilder von großer Dichte und Eindringlichkeit, die die Erinnerung an die untergegangene, in der Sage noch lebendige Stadt in der Ostsee wieder heraufbeschwor. Kaum noch chorisch, gleichsam wie ein Gewebe steigerten sich die Stimmen ins Unwirkliche bei ‚Herr, deine Güte reicht so weit‘ (Eduard August Grell) und ‚Allein Gott in der Höh sei Ehr‘ (Leonhard Schröter). Die deutliche Aussprache der Sänger machte es den Zuhörern leicht, die Texte zu verstehen. Mitunter konnte man kaum feststellen, wer mehr ergriffen war, die Sänger oder die Zuhörer, so bei ‚O bone Jesu‘ von Marco Antonio Ingeneri oder bei der Toccata von Léon Boëllmann. Ebenso ausdrucksstark dargeboten wurde aber auch der Wechselgesang in der Motette 'Der Mensch lebt und bestehet‘ von Hans Georg Nägeli. Instrumental unterstützt wurde der Chorgesang von den Bläsern des ‚Brasso con toni‘ aus Darmstadt, dem Hornquartett Rhein-Main vom Südhessischen Staatstheater und von Iris Lohnes (Michelstadt) an der Orgel. Auf dem Klangteppich dieser mit perfekter Homogenität arbeitenden Instrumentalisten war für den Chor gut musizieren. Bruchlos das Ineinandergreifen der Themen und Zuspielen der dynamischen Variationen, das nach der Pause noch eine Steigerung erfuhr. Beim ‚Nachtgesang im Walde‘ (Franz Schubert) betteten die Sänger die Melodien auf einen Klanggrund, der an ächzende Baumstämme und schwankende Wipfel erinnerte. Ebenso gefielen die volksliedhafte Einfachheit der Musikstücke ‚Aufruf zur Jagd‘ (Ph. Orth) und der Jägerchor aus dem Freischütz von Carl Maria von Weber. ‚Die Himmel rühmen‘ (Ludwig van Beethoven) und ‚Nun danket alle Gott‘ (Franz Liszt) bildeten den musikalischen Abschluß der Naturbetrachtungen. Heidi Haag |
| Chöre sorgen für Hörgenuss erster Güte |
| Gelungenes Konzert in der Stadtkirche St. Georg / Sakrales und weltliches Liedgut |
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Bensheim. Drei Männerchöre trumpften am Sonntag in der Bensheimer Kirche St. Georg auf. Mit sakraler Chorliteratur vom Beginn des 16 Jahrhundert bis Ende des 19 Jahrhunderts wussten die Liedertafel 1845 Erbach, Eintracht Gronau und Harmonie Bensheim ebenso wie mit weltlicher Chormusik von Franz Schubert bis Carl Maria von Weber in ihren gemeinsamen Auftritt zu überzeugen. Die Zuhörer in dem bis auf den letzten Platz gefüllten Gotteshaus, in dem erst zusätzlich aufgestellte Stühle für ausreichend Sitzplätze sorgten, konnten sich über einen Hörgenuss erster Güte freuen. Während die Chöre im ersten Teil des Konzerts a capella sangen, kam im zweiten Teil instrumentelle Unterstützung hinzu. Das Hornquartett Rhein-Main und Iris Lohnes an der Orgel sowie die Bläser "Brassi con toni" aus Darmstadt setzten Akzente. Die Sänger unter der Leitung von Diplom-Kapellmeister Herbert Weil wagten sich an komplexe Kompositionen heran, die ihnen ein hohes Maß an Feingefühl und Ausdrucksstärke abverlangten.# Souverän bewegten sie sich auf ganz unterschiedlichem musikalischen Terrain. Auf der einen Seite war mit Marco Antonio Ingeneris (1547-1594) "O bone Jesu" die so genannte Römische Schule vertreten, die zwar mehrstimmige Musik zuließ, gleichzeitig aber die Textverständlichkeit mit homofonen Partien unterstützte. "Sanctus" aus der deutschen Messe von Franz Schubert enthält Ansätze einer romantischen Klangmalerei, der sich durch ein kraftvolles Crescendo anschloss. Mit ebensolcher Stimmgewalt und Wucht schallte das "Jubilate" nach einer Komposition von Dimitri Bortnjanskij aus dem Cherubikon Nr. 7 durch die Kirche. Mit "Trösterin Musik" und "Ave Maria" von Anton Bruckner (1824-1880), seinerzeit Domorganist in Linz, standen Klassiker der Kirchenmusik auf dem Programm. Anrührend und bewegend dagegen Ignatz Heyms "Vineta", auf den mit Eduard August Grells "Herr, deine Güte reicht so weit" eine romantische Komposition folgte, die den Lobpreis des Herrn in den Mittelpunkt stellt. Die Beispiele zeigen bereits, dass dem Zusammenspiel der Chöre kaum Grenzen gesetzt waren. Die Raffinesse und Schönheit der Musik aus unterschiedlichen Epochen und Stilrichtungen traf hier auf einfühlsam und sorgfältig vorgehende Interpreten. Im zweiten Teil stand weltliches Liedgut mit Instrumentalbegleitung auf dem Programm. Schwungvoll-heitere Kompositionen begrüßten den Frühling. Kraftvoll und fröhlich der Aufruf zur Jagd, bei dem der Bläserchor zum Aufbruch einlädt. Temperamentvoll und zugleich sehr rhythmisch ist der "Jägerchor" aus Carl Maria von Webers "Der Freischütz" angelegt. Überzeugend auch der Vortrag der Sänger in Verbindung mit Bläser- und Orgelspiel von Ludwig van Beethovens "Die Ehre Gottes aus der Natur" und Franz Liszts Kantate "Nun danket alle Gott". Die vortreffliche Akustik in der St.-Georg-Kirche tat ein Übrigens, um die Zuhörer mehr als zwei Stunden in den Bann zu ziehen. moni © Bergsträßer Anzeiger - 23.03.2004 |
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Großes Chorkonzert in Stadtpfarrkirche St. Georg |
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Drei Männerchöre mit Instrumentalbegleitung / Auftritt am 21. März / Breites Spektrum |
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Bensheim. Die Männerchöre Eintracht Gronau, Liedertafel Erbach (Odenwald) und der Männergesangverein Harmonie 1861 Bensheim, bereiten sich mit ihrem gemeinsamen Dirigenten, Dipl.-Kapellmeister Herbert Weil, intensiv auf ein Chorkonzert vor. Am Sonntag, 21. März, 17 Uhr, wird in der Pfarrkirche St. Georg in Bensheim ein Konzert der Sonderklasse dargeboten. Weitere Mitwirkende sind das "Hornquartett Rhein-Main", Sinfoniker der südhessischen Staatstheater, die Bläser "Brasso con toni" aus Darmstadt und die Organistin Iris Lohnes aus Erbach. Die Gesamtleitung hat Herbert Weil. Die genannten Chöre haben schon einmal im Mai letzten Jahres anlässlich des 145-jährigen Bestehens des Gesangvereins Harmonie Pfungstadt in der dortigen evangelischen Kirche mit großem Erfolg ein Konzert mit Instrumentalbegleitung dargeboten. Von großem Vorteil ist, dass die Männerchöre gemeinsam einen hervorragenden Chorleiter haben. So können die Chöre getrennt die einzelnen Werke einstudieren und sowohl bei einem gemeinsamen Chortag am 7. März in Weschnitz als auch bei einer Generalprobe die Feinheiten in den Griff bekommen. Zu Beginn des Konzertes werden die Männerchöre a capella singen: "Wohin soll ich mich wenden", aus der Deutschen Messe von Franz Schubert, "O bone Jesu" von Marco Antonio Ingeneri, "Allein Gott in der Höh´ sei Ehr" von Leonhard Schröter und "Sanctus" ebenfalls aus der Deutschen Messe von Franz Schubert. Nun werden die Bläser "Brasso con toni" die Sonata/Allegro aus "Die Bänkelsängerlieder" (Anonymus um 1684) vortragen.
Es folgen wieder die Männerchöre mit "Ich bete an die Macht der Liebe", "Vater unser" (Otsche nasch) und "Jubilate" (aus dem Cherubikon Nr. 7) alle von Dimitri Bortnjanskij. Die Organistin Iris Lohnes bringt nun "Toccata" aus der Suite Gothique von Léon Boëllmann op. 25 zu Gehör. Vor der Pause singen die Männerchöre die Motette "Der Mensch lebt und bestehet", von Hans Georg Nägeli, "Trösterin Musik" und "Ave Maria" von Anton Bruckner, "Vineta" von Ignatz Heym und "Herr, deine Güte reicht so weit", von A. E. Grell. Im zweiten Teil werden die Chöre zusammen mit dem "Hornquartett Rhein-Main" "Nachtgesang im Walde" von Franz Schubert, "Aufruf zur Jagd" von Ph. Orth und den Jägerchor aus "Der Freischütz" erklingen lassen. Mit Orgelbegleitung wird nun das gewaltige Werk von Ludwig van Beethoven "Die Ehre Gottes aus der Natur" mit "Die Himmel rühmen . . ." dargeboten. Zum krönenden Abschluss werden die Bläser, die Organistin und die Männerchöre mit "Nun danket alle Gott" von Franz Liszt die Zuhörer begeistern. © Bergsträßer Anzeiger - 02.03.2004 |
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"Glocken von Rom" läuteten in Gronau |
| Elferratssitzung des MGV Eintracht begeisterte das Publikum / Tolle Stimmung |
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Gronau. Im wahrsten Sinne mit Pauken und Trompeten begann am Freitag die Elferratssitzung des MGV Eintracht Gronau, denn angeführt vom Posaunenchor betrat der Elferrat um Sitzungspräsident Hans Silbermann die Bühne im Dorfgemeinschaftshaus. Was sich in den folgenden vier Stunden dem Publikum bot, konnte sich sehen und hören lassen. Das Kinderballett der SKG Zell legte einen furiosen Auftakt hin mit einem Tanz auf den Hit des vergangenen Sommers "Ab in den Süden" - längst auch einer der Kultsongs der aktuellen Fastnachtskampagne. Dass sich Nixen nicht nur nicht nur im Wasser, sondern auch auf der Bühne elegant bewegen können, bewiesen die Tänzerinnen der "Pappets SKG Zell", die mit ihren aufwändigen Kostümen einen wohltuenden Farbtupfer in der ersten Halbzeit setzten. Niveauvoll das Protokoll von Gabi Schmunkamp, die geschickt den Bogen von aktuellen welt- und bundespolitischen Themen zu lokalen Dauerbrennern spannte: "Bensheim benst ist nicht zu fassen -wer hat sich so was denn einfallen lassen?". Ein Hauch von Heinz Becker wehte über die Bühne, als Alexander Noll und Heidi Haacke sich über ihr Eheleben ausließen. "Wenn Blödheit Rad fahren könnte, müsstest du den Weg hoch bremsen", giftete der Ehemann in Richtung seiner Gattin. Viel herumgekommen ist Thorsten Hoffmann als Taxifahrer, der bei seiner letzten Fahrt reichlich Ärger mit einem betrunkenen Fahrgast hatte. "Gestern hab ich eine Ich-AG gegründet und heute mache ich meinen ersten Betriebsausflug", erklärte der Nachtschwärmer dem verdutzten Taxifahrer. Obwohl viele Zeller Fastnachter das Programm des MGV Eintracht bereicherten, konnte sich Hoffmann auch den ein oder anderen Seitenhieb auf die Zeller Nachbarn nicht verkneifen. Ein Loblied auf die Gronauer Fastnacht stimmten die "MGV Woinoase" an. Stimmgewaltig und gewohnt treffsicher bei der Wahl der Töne glossierten die acht Sänger das Gronauer Geschehen. Da ging es beispielsweise beim Besuch der ZDF-Fernsehgartens um die Wurst, als der Fahrten-Organisator genau die nämlich im Kühlschrank vergaß und die Teilnehmer unbelegte Brötchen essen mussten. Die Frage "Wo hängt's?" erübrigte sich beim Männerballett, das die zweite Halbzeit eröffnete. Kardinal Lehmann hätte dieser Showeinlage sicher nicht seinen Segen gegeben - obwohl als Bischöfe verkleideten Männer auf der Bühne standen und eine Nonne "Die Glocken von Rom" sang - aber wen kümmert das schon an Fastnacht? Das Publikum im Saal tobte und erstmals in der Geschichte der Gronauer Fastnacht starteten die Narren eine Rakete im Dorfgemeinschaftshaus. Spätestens jetzt war der berühmte Funke von der Bühne auf das Publikum übergesprungen und der "Wirbelwind von Station 4" alias Corina Franke in der Rolle einer Krankenschwester hatte mit ihrem tollen Vortrag keine Mühe, die Stimmung am oberen Limit zu halten. In unnachahmlicher Manier beklagte sich die "Krankenschwester des Grauen" über wehleidige männliche Patienten, "die schon bei der kleinsten Spritze das Jammern anfangen". Farbe auf die Bühne brachte die Gronauer Frauengymnastikgruppe mit einer Clown-Darbietung. Auch die sieben Damen durften ohne Zugabe den Saal nicht verlassen. Von der Jagd in der Gronauer Gemarkung berichteten die Traditionsfiguren der Gronauer Fastnacht "Hannes und Schorsch" (Uwe Franke und Ralf Lautenschläger). Geschossen wurde bei dieser Jagd zwar sehr viel, getroffen wurde jedoch nichts - außer dem Fenster der Eulerhütte. Die beiden Kultnarren steuerten zielsicher auf die Pointen zu und hatten damit die Lacher auf ihrer Seite. Grandios das Finale der Meerbachboys, die Elvis Presley wieder auferstehen und Heino das Liedchen vom blauen Enzian singen ließen. Als ob das nicht genug wäre, stimmten auch noch DJ Ötzi und Dschungel-König Costa Cordalis im furiosen Finale ihre Hits an. Solch eine Konstellation von Stars auf der Bühne gibt es eben nur bei der Gronauer Fastnacht. Fazit: Eine klassisch-traditionelle Fastnachtssitzung mit gelungen Vorträgen, pfiffigen Tanzeinlagen und stimmungsvollen Liedern. Die Aktiven des Bensheimer Stadtteils können sich auf der närrischen Bühne sehen lassen. ms © Bergsträßer Anzeiger - 17.02.2004 |
| Rückblick auf erfolgreiches Jahr |
| Männergesangverein Gronau zog positive Bilanz / Ehrungen |
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Gronau. Der Vorsitzende, Norbert Böhm, des Männergesangvereins Eintracht Gronau konnte wieder auf ein erfolgreiches Vereinsjahr zurückblicken, nachdem er die Mitglieder in der Gaststätte "Auf der Au" begrüßt und der Verstorbenen gedacht hatte. In seinem Jahresbericht verwies er auf die von ihm besuchten Veranstaltungen des Sängerkreises und der ABC-Chöre sowie auf die Aktivitäten des Vereins. Aus dem Jahresbericht des Rechners H. Franke und den Erklärungen der Kassenprüfer N. Nebenstreit und Heinz Hoffmann konnten die Versammlungsteilnehmer entnehmen, dass die Haushaltslage des Vereins positiv ist, zumal ein kleiner Überschuss erzielt wurde. Schriftführer H. Jaeger verlas das Jahresprotokoll und ließ Auftritte und Veranstaltungen Revue passieren. Nachdem Kontrolleur H. Baier über die Sängeraktivitäten und Mitgliederbewegungen berichtet hatte, wurde der Vorstand einstimmig entlastet. Bei der erforderlich gewordenen Nachwahl zum zweiten Schriftführer wurde einstimmig der Sänger Martin Simon gewählt. Kassenprüfer wurden P. Lücke und P. Dingeldein und A. Noll wurde erneut zum Beitragskassierer gewählt. Schließlich wurde Philipp Volk für seine 50-jährige Vereinszugehörigkeit geehrt. Norbert Böhm überreichte eine entsprechende Urkunde mit Ehrennadel sowie ein Weinpräsent. Volk war bereits im Jahre 2001 für 50 Jahre aktives Singen geehrt worden, denn er begann 1951 bei der Sport- und Kulturgemeinde Zell mit dem Chorgesang und schloss sich nach Auflösung dieses Chores 1953 dem MGV Eintracht Gronau an, dem er im zweiten Bass eine wichtige Stütze ist. Der den Mitgliedern bereits angekündigte Ausflug vom 10. bis 13. Juni wurde von H. Franke eingehend erläutert. Nur noch wenige Plätze stehen zur Verfügung. Vorsitzender Norbert Böhm schloss die Versammlung mit der Bekanntgabe der Vereinstermine für das kommende Jahr © Bergsträßer Anzeiger - 24.01.2004 |
Weihnachtsfeier Theater
Konzert 2004 Liederabend
Fehlheim Liederabend
Gronau Fastnacht Hochwasserhilfe
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Weihnachtsfeier mit Ehrungen |
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Gronau. Mit der "Flüstertüte", dem hauseigenen Mitteilungsblatt, hatte der MGV Eintracht Gronau seine Mitglieder zur Weihnachtsfeier in die Gaststätte "Auf der Au" eingeladen. Nachdem Vorsitzender Norbert Böhm die Anwesenden begrüßt und die Sänger einige Lieder zu Gehör gebracht hatten, führte Vizechorleiter Rainer Maschke in gewohnt humorvoller Weise durch das Programm des Abends. Wie in jedem Jahr erschien der Nikolaus (Alexander Noll) und trug in Reimen seinen Rückblick auf das vergangene Vereinsjahr vor, lobte die Leistungen und verteilte mit Hilfe des Vorstandes eifrig Geschenke. Die "BMV-Sänger" Norbert , Reinhold und Ludwig Böhm, Rainer Maschke und Philipp Volk, schon zum festen Bestandteil jeder Weihnachtsfeier gehörend, trugen Adventslieder aus dem alpenländischen Raum vor. Im Rahmen der Weihnachtsfeier wurde auch die Ehrung fördernder Vereinsmitglieder vorgenommen. Der frühere Dirigent des MGV, Jürgen Schader, ist seit 50 Jahren Mitglied, ebenso Christian Schuster. Heinz Pfeifer hält dem Verein seit 40 und Uwe Franke seit 25 Jahren die Treue. Alle erhielten eine Ehrennadel mit Urkunde. Es folgten weitere Vorträge von Helmut Jaeger (Gedicht), den BMV-Sängern, Rainer Maschke und schließlich rundete ein Ratespiel das Geschehen ab. © Bergsträßer Anzeiger - 29.12.2003 |
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Gronauer Affäre mit einer rosaroten Jacke . . . |
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MGV Eintracht erfreute die Zuschauer mit Boulevardkomödie / Verwickelte Familienstory |
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Gronau. Der Männergesangverein Eintracht Gronau überzeugt nicht nur mit musikalischen Darbietungen, er ist auch in der Welt des Theaters zu Hause. Am Freitag hatte das Stück "Die Affäre mit der rosaroten Jacke" im Dorfgemeinschaftshaus Premiere. Unter der Regie von Gabi Schmunkamp konnte sich das Ensemble über ein volles Haus, ein begeistertes Publikum, viele Lacher und einen kräftigen Applaus freuen. Die Boulevard-Komödie entführt geradewegs in das älteste Gewerbe der Welt. Im Terminkalender des christdemokratischen Europa-Abgeordneten Georg Landes ist einmal monatlich ein Date eingetragen, das seinem Renommee alles andere als gut tut. Und schon gar nicht seiner Ehe. Seine Frau Theresa hat längst Verdacht geschöpft. Der Besuch von Lulu, einer Bardame, verschafft ihr schließlich Gewissheit: Ihr Mann ist regelmäßiger Besucher eines Bordells. Therese zieht die Konsequenzen, packt ihre Koffer und macht sich auf den Weg zu ihrer Mutter. Für den Abgeordneten ist das ein absolutes Debakel - beruflich wie privat. Schließlich hatte sein reicher Onkel, ein frommer Mann und erfolgreicher Devotionalienhändler aus Lourdes, sein Kommen angekündigt. Da muss der Schein gewahrt werden. Retter in der Not ist Butler Frederic. Er verhilft seinem Brötchengeber zu einer "Stundenfrau", die man dem Onkel nun als Gattin servieren will. Diese Lisa ist Schauspielerin und im siebten Monat schwanger. Sie drängt ihren Freund und werdenden Vater Tommy dazu, seine Familie endlich in ihre Beziehung einzuweihen. Dabei ist Tommy, der 25-jährige Sohn der Familie Landes, aus Sicht seiner Eltern in punkto Frauengeschichten bisher ein völlig unbeschriebenes Blatt. Der Onkel trifft ein und schluckt die Lügengeschichte, die man ihm auftischt. Zudem zeigt sich, dass auch er es als Besucher des "Rosaroten Elefanten" faustdick hinter den Ohren hat. Als schon alles glatt zu laufen scheint, spitzt sich die Situation plötzlich zu. Unerwartet steht die Frau des Abgeordneten vor der Tür. Doch jenseits der Verwicklungen, Missverständnisse und unerwarteten Wendungen bleibt - ganz im Stil des Boulevard - das Happyend nicht aus. Alle Handlungsknoten und -fäden werden zum Schluss entwirrt. Selbst Georg Landes' Schwiegermutter stürzt auf die Bühne und fällt dem Onkel, ihrem Jugendschwarm, den sie schon zuvor im Hotel in der Sauna wiedergetroffen hatte, um den Hals. Einziger Leidtragender des Verwirrspiels ist am Ende Butler Frederic, der zur Beruhigung seiner Nerven zum Whiskey greift. Das Stück ist voll gepackt mit Witz und Humor, den die Darsteller gekonnt rüberbringen. Sie leben sichtlich in den Rollen und gehen ganz in ihnen auf. Harald Baier ist als Georg Landes ein Mann, der als Liebhaber, Ehemann oder Neffe einen fast unmöglichen Spagat vollführt. Mimisch und gestisch untermalt er die innerliche Zerrissenheit der Figur, indem er sich erst stirnrunzelnd in Frage stellt, um dann wieder mit großer Geste Souveränität auszustrahlen. Butler Frederic (Thorsten Hoffmann) bildet dazu eine Art Gegenpol: Sprachlich gestelzt, starrer Blick, gradlinig - mit erhobenem Haupt bewahrt er stets Fassung. Der kauzige Onkel alias Karl Hellwig erscheint ebenso schillernd und zwiespältig wie sein Neffe. Er lebt ein Doppelleben, ist frommer Mann und Bar-Besucher zugleich. Sohn Tommy, dargestellt von Richard Buchert, fehlt es im Vergleich zu den Älteren an Mut und Selbstsicherheit. Er schwankt leicht und lässt sich schnell das Heft aus der Hand nehmen. Die Frauen kommen allesamt gradliniger daher. Therese (Hannelore Lux) ist clever. Sie steht mit beiden Beinen auf dem Boden. Ein gestandenes Weibsbild, das kein Blatt vor den Mund nimmt und den Männern zeigt, wo der Hammer hängt. Aus ähnlichem Holz ist die Lisa (Corina Franke) geschnitzt. Sie weiß, was sie will. Dafür geht sie auch ungewöhnliche Wege. Sie verliert nie die Nerven und den Überblick. Charlotte, die Schwiegermutter von Georg Landes, scheint mit dem zweiten Frühling die Vernunft verbannt zu haben. Sie kommt wie ein sprudelnder Jungbrunnen daher und lebt permanent auf Wolke sieben. Gabi Schmunkamp schlüpft in die Rolle der Bardame. Nicht nur ein unzweideutiges Outfit zeichnet sie aus. Mit ihrer rosa Perücke, der aufreizenden Kleidung und dem stark geschminkten Gesicht ist sie ein Blickfang für Männer und mit ihrem französischen Akzent der Vamp schlechthin. Die Handlung spielt im Wohnzimmer der gut situierten Abgeordnetenfamilie. Ein gut bürgerliches Ambiente, das Zentrum des familiären Lebens ist. Das Bühnenbild stammt von Alexander Noll, der die Zuschauer auch auf eine witzige Weise in das Stück einführte. moni © Bergsträßer Anzeiger - 18.11.2003
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Drei
Chöre bereiten Konzert vor |
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Bensheim. Am Samstag, 21. März 2004, werden die Männerchöre Eintracht
Gronau, Liedertafel Erbach i. Odw. und der Männergesangverein
Harmonie 1861 Bensheim um 16 Uhr in der Pfarrkirche St. Georg in Bensheim
ein Konzert der Sonderklasse darbieten. Freunde des Gesangs sind in
Bensheim von den Männerchören Volkslieder und Chöre sowie aus Opern
oder Operetten als auch aus deutschen und europäischen Kompositionen
gewohnt. Diesmal wird jedoch unter Leitung des gemeinsamen Chorleiters
Dipl.-Kapellmeister Herbert Weil ein geistliches Konzert zu hören sein. Rund 100 Männerstimmen werden bei der guten Akustik der Pfarrkirche
einen gewaltigen Klangkörper bilden. Sie werden aber auch beweisen, dass
sie Piano singen können. Weitere Mitwirkende sind das Hornquartett
Rhein-Main und die Organistin Iris Lohnes. In der genannten Besetzung wurde schon im Mai diesen Jahres anlässlich
des 145-jährigen Bestehens des Gesangvereins Harmonie Pfungstadt in der
dortigen evangelischen Kirche mit großem Erfolg ein geistliches Konzert
dargeboten. Zu Beginn werden zu hören sein: "O bone Jesu" von Marco
Antonio Ingeneri, "Allein Gott in der Höh' sei Ehr" von
Leonhard Schröter und "Sanctus" aus der Deutschen Messe von
Franz Schubert. Es folgen "Ich bete an die Macht der Liebe",
"Vater unser" und "Jubilate", alle von Dimitri
Bortnjanskij. Dazwischen werden auch das Hornquartett und die Organistin
einen Solo darbieten. Im zweiten Teil erklingen: Die Motette "Der Mensch lebt und
besteht" von Hans Georg Nägeli, "Trösterin Musik" und
"Ave Maria" von Anton Bruckner, "Vineta" von Ignatz
Heym und "Herr, deine Güte reicht so weit" von A. E. Grell. Im
Schlussteil werden zusammen mit dem Hornquartett die Chöre
"Nachtgesang im Walde" von Franz Schubert "Aufruf zur
Jagd" von Ph. Orth und der Jägerchor aus "Der Freischütz"
zu hören sein. Mit Orgelbegleitung wird nun das gewaltige Werk von Ludwig van
Beethoven "Die Ehre Gottes aus der Natur" mit "Die Himmel rühmen
. . ." dargeboten. Zum guten Schluss werden alle Mitwirkende, die Bläser,
Orgel und die Männerchöre mit "Nun danket alle Gott" von Franz
Liszt eine monumentale Klangfülle bringen. Die Zuhörer werden sicher
begeistert sein. Sollte es in Bensheim noch Sänger geben, die zurzeit leider nur in der
Badewanne singen, so können diese gerne bei diesem großen Ereignis
mitwirken. Voraussetzung ist aber Erfahrung im Chorgesang und sofortiger
regelmäßiger Singstundenbesuch, jeden Dienstag, 20 Uhr, in der
Hemsbergschule. Auskunft erteilt Bernhard Findling, Telefon 06251/6 48 14.
© Bergsträßer Anzeiger - 23.10.2003
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Von "Yellow Submarine" bis zu "Amazing Grace" |
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Herbstfest der Musik in Fehlheim / Besucher vom bunten Programm begeistert |
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Fehlheim. Dass Liederabende immer noch eine große Anziehungskraft auf die Bürger ausüben, zeigte sich am Samstag wieder einmal im Dorfgemeinschaftshaus Fehlheim. "Herbstfest der Musik" nannte der Gesangverein Harmonie Fehlheim seinen Liederabend, bei dem der Männergesangverein Eintracht Gronau und das Einhäuser Vokalensemble EVE mit von der Partie waren. Vorsitzender Franz-Josef Brunnengräber hieß als Gäste den Ehrenvorsitzenden des Sängerkreises Bergstraße, Ernst Guggenberger, den früheren Ortsvorsteher Karl Mayer und Pfarrer Nikolaus Bernhard Hitzel willkommen. Durch das Programm führte Heidi Steinbeck. Mit dem Lied "Vollendet ist das große Werk" von Joseph Haydn eröffneten die Gastgeber unter der Leitung ihres Dirigenten Georg Kardos das Konzert. Es folgten "Still ruht der See" von Heinrich Pfeil und "Abschied vom Walde" von Felix Mendelsohn-Bartholdy. Unter der Leitung von Diplom - Kapellmeister Herbert Weil übernahmen die Eintracht-Männer den nächsten Programmpunkt mit den Liedern "In einem kühlen Grunde", "Wahre Liebe" und "Die Rose". In die Ära der legendären Beatles versetze das Einhäuser Vokalensemble EVE unter der Leitung von Marc Bugert anschließend die Besucher mit einem Beatles Medley. Kein Welthit der Liverpooler Gruppe ließen die Interpreten aus, bei "Yellow Submarine" brach schließlich auch der Bann der Besucher und sie klatschten im Takt mit. "Abendfrieden" und George Gershwins unvergesslicher Song "S'wonderful" standen vor der Pause als nächste Titel auf dem Programm der Harmonie Fehlheim. In der zweiten Hälfte des Musikfestes tauten die Besucher vollends auf. Dafür sorgte zunächst die EVE-Gruppe aus Einhausen mit einem Titel aus dem Musical "Hair" und Bob Dylans Welthit "Blowing in the wind" sowie Dieter Bohlens Song "We have a dream". In Abwandlung des nächsten Titels "Schenkt man sich Rosen in Tirol" mit dem Frauenchor der Harmonie hatte Moderatorin Heidi Steinbeck eine Überraschung für die Sängerinnen parat. Jede erhielt als Dankeschön für die regelmäßige Teilnahme an den Singstunden und Unterstützung der sonstigen Arbeiten im Verein eine rote Rose. Anschließend sangen die beiden Chöre gemeinsam "Barkarole" von Jaques Offenbach" und den Gefangenenchor aus Verdis Oper "Nabucco". Beifallsstürme ernteten anschließend die Sänger der Eintracht Gronau mit den Liedern "Aufruf zur Jagd", "Wolga" und "Down bei the riverside". So als hätten sie mit ihrem Erfolg nicht gerechnet, hatten sie sich nicht auf eine Zugabe vorbereitet. Die hatten die Besucher nämlich gefordert. Zum Schluss legten auch die Gastgeber einen Zahn zu. Bei dem Spiritual "Oh, Herr, welch ein Morgen" des Männerchors mit einer Soloeinlage von Peter Mohr und dem Gospel-Song "Glory Halleluja" sparten die Besucher nicht mit kräftigem Applaus. Gemeinsam mit ihnen sangen die Chöre zum Schluss die deutsche Version von "Amazing Grace". au © Bergsträßer Anzeiger - 14.10.2003 |
Stimmgewaltig und fröhlich den
Frühling begrüßt
Gelungener Liederabend des Männergesangvereins Eintracht Gronau / Tolle Leistungen
Gronau. "Lasst uns den Frühling willkommen heißen" war das Motto, das der Gronauer Männergesangverein (MGV) Eintracht e.V. sich anlässlich des "Liederabends" auf die Fahnen geschrieben hatte. Aufgrund dessen wurden diverse Gesangvereine in das Dorfgemeinschaftshaus in Gronau eingeladen, um den Lenz mit ursprünglichen Volksliedern, aber auch modernen Stücken zu begrüßen.
Begonnen wurde mit dem traditionellen "Sängergruß" durch den Gastgeberverein. Und bereits hier wurde deutlich, welche Stimmgewalt man noch an diesem Abend zu erwarten hatte. Dass die kalte Jahreszeit nun überwunden ist, wurde allen Anwesenden klar, als "Was glänzet der Frühling" zum Besten gegeben wurde. Da nun die Zuhörer voll auf Frühling eingestellt waren, betrat der Gesangverein Harmonie 1858 Pfungstadt unter dem Dirigent Herbert Weil die Bühne und ließ das Lied "Frühlingsfeier" von Mendelssohn-Bartholdy erklingen und erfreute somit Jung und Alt.
Begeisterungsstürme lösten die nachfolgenden zwanzig männlichen Sänger des MGV Liederkranz Seidenbuch unter dem Dirigenten Alfred Müller aus, als sie zu "Julia, wenn du meine wärst" anstimmten. Diese Leistung zu übertreffen war nur schwer möglich, jedoch meisterten die Frauen vom "Chor 2000" diese Hürde mit Bravour. Mit "Love is all around" und "I will follow him" und später noch "Let it be" sowie "Jamaica Farewell" waren sie laut Pfarrer Peter Voss die "absoluten Stars der Bühne".
Diese Begeisterung der Zuhörer war nicht nur auf der stimmlichen Leistung begründet, vielmehr wurde das Publikum durch das souveräne Auftreten von drei jungen Mädchen, die mit rund 15 anderen Mitgliedern sangen, fasziniert. Alisa Harms, Julia Rzepa und Jennifer Müller, allesamt nicht älter als elf Jahre, zogen mit ihrer natürlichen Art den Saal in ihren Bann. Ihre Einstellung, nämlich dass Singen toll ist, wurde begeistert von der Zuhörerschaft aufgegriffen und mit vollem Applaus honoriert. Trotzdem waren die drei vor ihrem Auftritt "schon recht aufgeregt", so die junge Alisa, denn "da hört ja jeder, wenn ich mal falsch singen sollte"; diese Befürchtung blieb allerdings unbegründet und erleichtert verließ man die Bühne.
Rainer Maschke, der den Abend über mit humorvoller und anekdotenreicher Art durch das Programm führte, kündigte nach dem Chor 2000 den Gesangverein Harmonie aus Gadernheim an. Mit "La Provence" und "Die kleine Bergkirche" ging es klangvoll weiter. Einer der Höhepunkte des Abends sollte auch der Auftritt des Sport- und Kulturvereins 1893 Hähnlein e.V. Abteilung Gesang darstellen. Bei "Wenn die Bettelleute tanzen" und "Rivers of Babylon" wurde die Stimmgewalt der 40 Mitglieder mittels eines Kanons verdeutlicht. Auch der Dirigent Peter Wilhelm, der auch den Chor 2000 unter dem ersten Vorsitzenden Erwin Martin, leitet, zeigte sich überaus angetan von seinen beiden Gruppen. Und nicht nur Wilhelm war begeistert, die übrigen Zuhörer auch.
Aber nicht nur die Ohren wurden erfreut, sondern auch das Auge, denn Heinz Singer, Mitglied im MGV Eintracht, hatte den Saal kunstvoll mit bunten Blumen geschmückt und wurde dafür entsprechend mit Applaus belohnt. nis
© Bergsträßer Anzeiger - 01.04.2003
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Erfolgreiche Jungfernfahrt des MGV-Narrenschiffs |
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Gronau. Volle Pulle schipperte das Narrenschiff des Männergesangvereins Eintracht Gronau am Freitag- und Samstagabend jeweils vier Stunden lang durch stürmische See. Kapitän Hans Silbermann, der in diesem Jahr erstmals als Präsident des Elferrats auf der Kommandobrücke stand, konnte mit seiner Crew und den närrischen und gut gelaunten Passagieren zufrieden sein: Die Jungfernfahrt des MGV war ein voller Erfolg.
Alle, die ihr Scherflein dazu beigetragen hatten, wurden mit einem Orden belohnt: Nicht den Klabautermann, sondern kunterbunte Harlekine bekamen die Aktiven um den Hals gehängt. Und natürlich wurden die weiblichen Unterhaltungskünstler kräftig gebusselt. Nur ein einziges Mal geriet der Sitzungspräsident ein wenig ins Schlingern. Die "Stöllchen" heißen . . . Als sich nämlich die Nachwuchstänzerinnen und -tänzer der SKG Zell allesamt nacheinander mit einem kräftigen "Ejo" verabschiedeten und partout nicht auf "Helau" umschwenken wollten: "In Gronau heißt's Helau", bettelte Hans Silbermann um eine einzige Kostprobe: Und die Zeller zeigten sich schließlich großzügig und verließen die Bühne mit einem donnernden Helau. Übrigens: Ohne die Zeller wär auch die Gronauer Fastnacht nur halb so schön - im wahrsten Sinne des Wortes. Die Nachbarschaftshilfe - selbst Ortsvorsteherin Tanja Marquardt war mit von der Partie - klappte perfekt. Das Jugendballett und die "Puppets" der SKG wirbelten zum "Ketchup"-Song mit gekonntem Hüftschwung über die Bühne und verzauberten als geheimnisvolle Waldfeen aus dem Märchenland. Insbesondere die männlichen Zuschauer bekamen ob so viel attraktiver junger Damen glänzende Augen. Klar, dass die Gronauer sich was einfallen lassen mussten. Dass es auch beim MGV versteckte Talente gibt, bewies eindrucksvoll das Männerballett. Der Lacherfolg war vorprogrammiert, als sich die etwas korpulenteren Eleven im engen weißen Trikot mit rosa Tüllröckchen und gespreizten Armen zeigten. Lachsalven ernteten auch die Gymnastikfrauen, die als Krabbelgruppe der besonderen Art über die Bühne robbten. Ausstaffiert mit kurzem Hängerkleidchen, Pampers und Schnuller machten sie erste Gehversuche. "Beim MGV das ist ja klar, kommt außer Witz und Politik das Ortsgeschehen in die Bütt". Hans Silbermann hatte in seiner kurzen Begrüßungsansprache nicht zu viel versprochen: Das Salz in der Suppe, das i-Tüpfelchen waren eindeutig Geschichten, Pannen und Pleiten von und über Gronauer Honorationen. . . . jetzt "Herrmännchen"
Ein absoluter Knaller und Höhepunkt war der Vortrag von "Hannes und Schorsch" alias Uwe Franke und Frank Werner. Mit Schadenfreude wurde die Story vom verlorenen Rüttler, sprich "Oberflächenverdichtungsmassagegerät" von "Tommy die Tulpe" erzählt, der schließlich nach verzweifelter Suchaktion ganz unspektakulär am Parkplatz neben der früheren Polizeistation auftauchte. Oder die Entwicklung vom Gronauer Kolonialwaren-Superdiscounter, wo die Weck nach dem Bensheimer Bürgermeisterwechsel nicht mehr "Stöllchen" sondern "Hermännchen" heißen. Apropos Fehlheim: Für einen Gronauer Ortsvorsteher offensichtlich nicht ganz so einfach zu finden. Laut "Hannes und Schorsch" glich die Fahrt zum parlamentarischen Abend in der "Hundehütte" jedenfalls eher einer Rallye Gronau-Paris-Dakar-Fehlheim. Auf der Heimfahrt in's Tälchen ging die Gronauer Delegation auf Nummer sicher und fuhr "der Zeller Tanja" einfach hinterher. Für Stimmung und gute Laune im voll besetzten Narrenschiff garantierten weiterhin der als Bensheimer Original angekündigte "Dabbisch Karl", ein Ehepaar im bajuwarischen Outfit, das über allerlei hausgemachte Probleme sinnierte und ein Kaffeehausgespräch zwischen Servierfräulein und ziemlich genervtem Gast. Der Gronauer Postillon, der auch bei den "Grieseler Rote Funken" in die Bütt steigt, breitete seinen Erfahrungsschatz als Psychologe und Eheberater aus. Mit viel Lokalkolorit gespickt nahmen die stimmgewaltigen MGV Woinoase das Ortsgeschehen musikalisch auf die Schippe. Kein Pardon fand vor ihren Augen der als "Monstrum" oder "Grabstein am Römer in de Hinnergass'" titulierte Brunnen. Den sollte man lieber auf den Friedhof setzten. Die unendliche und wechselvolle Geschichte des "größten Kaufhauses von Gronau" hat offensichtlich ein gutes Ende gefunden. Jetzt haben dort "Heike und Klaus" das Sagen, die möglichst bis zur Rente durchhalten sollen. Als "Weinkönigin-Ersatz Helene I" stieg ein Büttenass der besonderen Klasse auf's Podest. Der wohlgereimte Vortrag samt Körpersprache war einfach Spitze. Corina Franke, die sich hier als Möchtegern-Königin vorstellte, könnte auch bei jedem großen Karnevalsverein für Furore sorgen. Und last not least: Die Meerbachboys von Grune in einer rasant-witzigen Playback-Comedy-Show. Natürlich durfte auch der aktuelle Steuersong nicht fehlen. gs |
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© Bergsträßer Anzeiger – 24.02.2003 |
Gronauer Vereinsvorstände bei der Geldübergabe an die Hochwasserhilfe Bensheim

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Gronauer zeigten sich spendenfreudig |
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Bensheim. Die Benefizveranstaltung der Gronauer Vereine vom 9. November hat gezeigt, dass auch die Gronauer Bürger "die Herzen und die Portemonnaies" für die Flutopfer bereitwillig geöffnet haben. Auf Anregung des MGV Eintracht Gronau waren die Vereinsvertreter zusammengekommen, um erstmals eine derartige Veranstaltung vorzubereiten. Sie stand unter dem Motto "Gronau hilft den Flutopfern" und Rainer Maschke als Moderator konnte viele Gäste begrüßen. Beteiligt an der Vorbereitung und Durchführung waren neben dem MGV der Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde Gronau-Zell, die Gesangsgruppe "Aufwind", die Solistin Claudia Lohm begleitet von Marion Fertig am Klavier, die Frauen-Gymnastikgruppe und die "BMV-Sänger". Die Kinder des Kindergartens legten einen Monstertwist aufs Parkett und ernteten viel Beifall. Helfer der Freiwilligen Feuerwehr sorgten für den Bühnenaufbau und die Saalherrichtung. Theken- und Küchendienst sowie Bedienung oblagen der SG Gronau, dem Freundeskreis Gronau-Pfaffenheim und dem Frauen-Spinnkreis. Eindrucksvoll hatte Heide Bittner, Vorstandsmitglied der Hochwasserhilfe Bensheim, den spendenwilligen Gronauern über die Folgen der großen Flut berichtet und so war schließlich ein Reinerlös in Höhe von 2782,82 Euro zu verbuchen, der vom Veranstalter auf 2800 Euro aufgerundet und der Hochwasserhilfe übergeben wurde. © Bergsträßer Anzeiger - 27. Dezember 2002 |
| Die Herzen und Portemonnaies geöffnet |
| Benefizveranstaltung der Gronauer Vereine für die Flutopfer / Buntes Programm |
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Gronau. "Wellen der Hilfsbereitschaft möchten wir bei Ihnen auslösen, um den mehr als 337 000 von dem Jahrhundert-Hochwasser Betroffenen in ihrer Not ein wenig helfen zu können." Rainer Maschke, Vizedirigent des MGV Gronau, brachte am Samstagabend Sinn und Zweck der Benefizveranstaltung auf den Punkt. Alle in Gronau ansässigen Vereine hatten sich auf Anregung des Männergesangvereins zusammengetan, um den Hochwassergeschädigten in den neuen Bundesländern ihre Solidarität zu demonstrieren und gleichzeitig finanziell unter die Arme zu greifen: "Öffnen Sie heute Abend Ihre Herzen und Ihre Portemonnaies." "Gronau hilft den Flutopfern" unter diesem Motto stand die Benefizveranstaltung, zu welcher die Vereinsvertreter ihre Mitglieder und alle Mitbürger ins herbstlich geschmückte Dorfgemeinschaftshaus eingeladen hatten. Und alle Erwartungen der Organisatoren wurden übertroffen: Schon lange vor Beginn des abwechslungsreichen Programms, war der Saal proppenvoll. Zusätzliche Stühle wurden herangeschleppt, diejenigen die schon Platz hatten, rückten noch ein wenig näher zusammen. Viele waren an den Vorbereitungen zu der gelungenen Benefizveranstaltung beteiligt, und viele standen am Samstagabend für den guten Zweck auf der Bühne. Der MGV Eintracht Gronau mit seinem Dirigent Herbert Weil gehörte ebenso zu denen, welche die zahlreichen Besucher aufs Beste unterhielten, wie der Posaunenchor der Kirchengemeinde Gronau-Zell, die Gesangsgruppe "Aufwind", die Solistin Claudia Lohm, begleitet von Marion Fertig am Klavier, die Frauen-Gymnastikgruppe und die BMV-Sänger. Besonders viel Applaus gab's für die Nachwuchs-Gespenster und Teufelchen aus dem örtlichen Kindergarten, die einen gruseligen Monstertwist aufs Parkett legten. Rainer Maschke, der mit viel Humor und ebenso vielen Informationen zur Situation der Menschen in Sachsen und Sachsen-Anhalt durch das Programm führte, ließ auch die "unspektakulären Helfer", die hinter den Kulissen werkelten, nicht unerwähnt. Ein großes Dankeschön ging in diesem Zusammenhang an die Feuerwehr, die für den Bühnenaufbau und die Herrichtung des Saales verantwortlich war, weiterhin an die SG Gronau für den Thekendienst sowie den Freundeskreis Gronau-Pfaffenheim und den Spinnkreis für Küchendienst und Bedienung. Es versteht sich von selbst, dass der gesamte Erlös des Abends den Flutgeschädigten zugute kommen soll. Die Gronauer Vereinsvertreter haben sich deshalb entschlossen, die Spendengelder erfahrenen "Profis" in Sachen Hilfestellung, dem Verein "Hochwasserhilfe Bensheim", zu übergeben. Mehrfach wurde von den Veranstaltern, aber auch von Ortsvorsteher Peter Jenal betont, dass dies keine einmalige Hilfsaktion bleiben dürfe. Gerade dann, wenn die Ereignisse aus den Schlagzeilen verschwunden sind, sei weitere Unterstützung und Solidarität gefragt: "Hier wollen die Gronauer Vereine helfen". Heide Bittner, Vorstandsmitglied der "Hochwasserhilfe", schilderte den spendenwilligen Gronauern, wie schlimm es noch immer in den von der Flut heimgesuchten Gebieten aussieht, welche enorme Zerstörung durch die Wassermassen ausgelöst wurde, wo und wie man aktiv Hilfe leistet und beim Wiederaufbau unterstützt. Die "Hochwasserhilfe" hat sich demnach auf zwei besonders hart betroffene Gebiete in der Zwickauer Mulde, nördlich von Leipzig gelegen und Gemeinden im Müglitztal, südlich von Dresden, konzentriert. Bittner nannte die Zerstörung von Natur und Ortschaften "jenseits allen Vorstellungsvermögens". Die Hilfsmaßnahmen der "Hochwasserhilfe" fließen in Gemeinschaftseinrichtungen und kommen Gruppen zugute. Aufbauhilfe wurde geleistet unter anderem bei der Herrichtung von zwei Sportplätzen, bei Aufforstungsprojekten und der Anschaffung eines Schulbusses für Kinder im Müglitztal. Unmittelbar nach der Hochwasserkatastrophe hatte der Gronauer Markus Rettig zusammen mit anderen geholfen und spontan einen Hilfstransport in das überschwemmte Gebiet organisiert. Ein weiteres Beispiel für Eigeninitiative, Solidarität und Hilfsbereitschaft: Das Konzert des Chores "acappella" Odenwald, unter Leitung des in Gronau lebenden Otto Lamade am Wochenende zuvor in der Gronauer Kirche. Dort eingenommene Spenden wurden zur Behebung der Wasserschäden in der evangelischen Kirche Bad Schandau in der Sächsischen Schweiz weitergeleitet. gs © Bergsträßer Anzeiger - 12. November 2002 |